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Ära Bernie Ecclestone vor dem Ende: Formel-1-Rückkehr statt Fliegenfischen

In der Formel 1 steht die Ära Bernie Ecclestone vor dem Ende – und damit die Alleinherrschaft des 86-Jährigen.
Gilt als absoluter Kenner der Strukturen: Ross Brawn. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Gilt als absoluter Kenner der Strukturen: Ross Brawn.
Hamburg. 

Rennzirkus statt Rosenzüchten, Formel-1-Rückkehr statt Fliegenfischen: Ross Brawn soll offenbar neuer Sportchef der Königsklasse werden. Der einstige Weltmeistermacher von Michael Schumacher bei Benetton und Ferrari hat schon einen Vertrag mit dem designierten neuen Eigentümer Liberty Media unterschrieben, wie „Auto Bild Motorsport“ berichtet.

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Auch der Automobilweltverband FIA mit Präsident Jean Todt, früher Brawns Chef bei Ferrari, soll dem Deal mit dem „Superhirn“ bereits zugestimmt haben. Damit steht die Ära von Bernie Ecclestone als Alleinherrscher der Formel 1 vor dem Ende.

„Der Formel 1 dabei zu helfen, eine bessere Formel 1 zu werden, das wäre reizvoll. Es wäre die eine Sache, die interessant für mich ist. Auf diese Weise wäre ich gerne in den Sport involviert“, sagte Brawn zuletzt und löste damit Spekulationen aus, der 61-Jährige trete drei Jahre nach seinem Aus bei Mercedes mit viel Freizeit für seine Hobbys einen neuen Job im PS-Spektakel an: „Wenn Sie mich fragen, dann fehlt der Formel 1 ein Plan – ein Plan für die nächsten drei Jahre, einer für die kommenden fünf Jahre.“

Nun könnte also Brawn als Mastermind einen solchen Plan entwickeln und entsprechende Strukturen aufbauen. Der frühere Star-Ingenieur soll bei der Neuausrichtung als Ecclestone-Nachfolger wohl für die sportlichen Belange zuständig sein, hinzu könnte noch ein Fachmann für Wirtschaft und Finanzen kommen.

Im Kampf um die Macht in der Formel 1 wurde Ecclestone vom neuen starken Mann der Rennserie zuletzt bereits öffentlich angezählt: Die „Diktatur“ des Briten soll in Zukunft ein Ende haben. Der Erfolg eines Unternehmens basiere auf erfolgreicher Führung, die „versteht, was alle Parteien wollen“, hatte Chase Carey, Statthalter von Liberty-Media-Eigentümer John Malone, gesagt: Es müssten auch mal „Kompromisse gemacht werden“.

Trotz seiner Auszeit hat Brawn kein Ansehen in der Formel 1 verloren, der Brite gilt als absoluter Kenner der Strukturen und verschiedenen Interessengruppen. „Ross besitzt enorme Erfahrung. Und er hat die passende Persönlichkeit, um für die Zukunft der Formel 1 eine wichtige Rolle zu spielen“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Rande des Grand Prix von Mexiko: „Er hätte sofort meine Stimme, wenn es darum geht, ihn in die Entwicklung des Sports einzubinden.“

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