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Leichtathletik: Frankfurterin Carolin Schäfer will auf Start in Ratingen nicht verzichten

Die Olympiafünfte absolviert den Siebenkampf aus dem Training heraus, während Vereinskollegin Claudia Salman-Rath lieber bei der Team-EM springt.
Erst mal seh’n, was geht: Carolin Schäfer bestreitet den Siebenkampf in Ratingen aus dem Training heraus. Foto: Maja Hitij (dpa) Erst mal seh’n, was geht: Carolin Schäfer bestreitet den Siebenkampf in Ratingen aus dem Training heraus.
Frankfurt. 

Eigentlich könnte Carolin Schäfer am Wochenende die Füße hochlegen und die anderen mal machen lassen. Denn die 6836 Punkte, die die Siebenkämpferin von der LG Eintracht Frankfurt Ende Mai in Götzis erzielte, dürften aus nationaler Sicht nicht mehr zu toppen sein. Dennoch will sich die 25-Jährige das Traditionsmeeting in Ratingen, das als zweite Qualifikation für die Weltmeisterschaften im August in London gilt, nicht entgehen lassen.

Die Zeit zwischen dem Mehrkampf von Österreich und dem Großereignis auf der Insel, bei dem die Olympiafünfte von Rio endlich den Sprung aufs Podest schaffen will, könnte ihr sonst womöglich zu lang werden. Zudem will die Hessin auf den „Wohlfühlfaktor“ nicht verzichten, den das Familientreffen der Allrounder beinhaltet. „Es ist immer eine schöne Atmosphäre in Ratingen“, und Verwandte und Freunde könnten dort ganz nah bei ihr sein.

Einen ähnlich starken Auftritt wie zuletzt dürfe man allerdings nicht erwarten, betont Schäfer. Zwar habe sie das Training ein bisschen heruntergefahren, doch eine spezielle Vorbereitung auf den Start am Samstag gab es nicht. „Mein Ziel ist es, mehr Punkte zu sammeln als im vergangenen Jahr“, als sie auf 6476 Zähler kam. Und wenn möglich damit erstmals ganz oben auf dem Podest zu stehen.

Dabei fehlt die Konkurrenz aus dem eigenen Verein. Denn Claudia Salman-Rath hat das Angebot angenommen, den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei den parallel ausgetragenen Team-Europameisterschaften im französischen Villeneuve-d’Ascq im Weitsprung zu vertreten. Damit geht die in Götzis mit 6580 Punkten zweitbeste Deutsche zwar das Risiko ein, nicht mehr dagegenhalten zu können, sollten andere aufholen. „Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass noch zwei Mehrkämpferinnen an mir vorbeiziehen“, sagt die 31-Jährige. Am Ende werden die drei Sportlerinnen mit nach England genommen, die nach den beiden Nominierungswettkämpfen die beste Punktzahl vorweisen können, und da gilt neben den Frankfurterinnen die zweimalige WM-Zweite Jennifer Oeser aus Leverkusen, die in Götzis nach dem Hochsprung ausgestiegen war, als Kandidatin mit den besten Chancen.

Knobel sagt ab

Bei den Männern ist das Rennen offen. Zwar waren der WM-Dritte Rico Freimuth aus Halle und der Ulmer Matthias Brugger in Götzis schon gut in Vorleistung getreten; allerdings sind in Ratingen auch Vorjahressieger Arthur Abele und der Olympiavierte Kai Kazmirek wieder dabei, die in Vorarlberg gesundheitsbedingt passen mussten.

Auch Jan Felix Knobel (Königsteiner LV) hatte einen Start im deutschen Mehrkampf-Mekka, wo er 2012 schon mal gewann, geplant. Doch daraus wird nun nichts. „Wir haben uns vorgestern entschieden, die Teilnahme abzusagen“, erklärte Knobels Trainer Philipp Schlesinger. „Die Form ist gut, und auch die bisher erzielten Leistungen stimmen. Jedoch machen momentan leider die Füße und Unterschenkel Probleme. Einzelstarts, auch mehrere, klappen bestens.“ Doch die Belastung eines Zehnkampfs über zwei Tage sei „aktuell nicht darstellbar“.

Besonders ärgerlich ist das für den 28-jährigen Knobel, da der letzte Formtest beim Meeting in Mörfelden-Walldorf an Fronleichnam vielversprechend war. 14,78 Sekunden über 110 Meter Hürden, 49,80 Meter im Diskusring sowie 68,50 Meter mit dem Speer können sich sehen lassen. Athlet und Trainer wollen jetzt noch mal intensiv nach den Ursachen für die anhaltenden Probleme mit den Füßen forschen, denn der studierte Architekt möchte in dieser Saison unbedingt noch einen starken Zehnkampf abliefern.

(kaja,jp)
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