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Triathlon am Sonntag: Frankfurts Ironman – das macht den Dreikampf der Leiden so besonders

Von 3,8 Kilometer Schwimmen, fast 180 Kilometer auf dem Rad und am Ende noch ein Marathonlauf: Der 16. Ironman in und um Frankfurt wird wieder ein Dreikampf der Leiden.
Erschöpft, aber glücklich: Vorjahressieger Sebastian Kienle. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Erschöpft, aber glücklich: Vorjahressieger Sebastian Kienle.
Frankfurt. 

Wenn Kommunalpolitiker mit Sponsoren und Spitzensportlern gemeinsame Sache machen, um eine Veranstaltung zu promoten, wird es häufig sehr pathetisch. Auch Markus Frank, Frankfurts Dezernent für Sport, Wirtschaft und Sicherheit, beherrscht die Klaviatur dieses verbalen Spiels. „Das ist ein ganz großer Tag für Frankfurt und die Region“, sagte Frank drei Tage vor dem Ironman, der am Sonntag die Metropole am Main und weite Teile der Region bis in den späten Abend in seinem Griff haben wird.

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Ironman in Frankfurt Das sind die besten Plätze für Zuschauer

Der Ironman in Frankfurt ist eines der hochkarätigsten Triathlon-Events Europas, die Veranstalter rechnen am Sonntag 3.000 Athleten und zehntausenden Zuschauern. Hier erfahren Sie, wo entlang der Strecke Sie den Ausdauersportlern besonders nahe kommen können.

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Knapp 3000 sogenannte Altersklasseathleten, die ein hohes Startgeld für ihre Teilnahme hinblättern müssen, sowie etwa 90 Profis, die ihren Lebensunterhalt mit dem Triathlon bestreiten, stellen sich am Sonntag einer der größten Herausforderungen, die der Ausdauersport zu bieten hat.

Startplätze für Hawaii

Wer die 3,8 Kilometer Schwimmen im Langener Badesee, die fast 180 Kilometer lange Radstrecke sowie den abschließenden Marathonlauf über 42,195 Kilometer schadlos bis ins Ziel überstanden hat, kann sich nach dieser Tortur der Leiden Eisenmann oder Eisenfrau nennen. Die Profis streiten zudem um die EM-Titel und Preisgelder, um die immer ein großes Geheimnis gemacht wird.

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Neben den Schmerzen haben alle Teilnehmer noch eines gemein: Beim Ironman in Frankfurt geht es auch um die begehrten Startplätze für das eigentliche Mekka der Langdistanz-Triathleten, die Weltmeisterschaft am 14. Oktober auf Hawaii. Minderwertigkomplexe werden beim Veranstalter des Frankfurter Ironman aufgrund der herausragenden Stellung des Wettkampfes auf der Pazifikinsel nicht aufkommen. Der Ausdauer-Dreikampf, der bereits zum 16. Mal in und um Frankfurt ausgetragen wird, hat sich schon lange etabliert. Und sorgt bei Markus Frank für eine kurze Nacht. Den Startschuss um 6.30 Uhr am Langener Waldsee will er sich wie in den Jahren zuvor nicht entgehen lassen. „Es ist eine unbeschreibliche Stimmung, wenn beim Startschuss die Sonne aufgeht“, so Frank, der es sich natürlich auch nicht nehmen lässt, dem Zielbereich auf dem Frankfurter Römerberg einen Besuch abzustatten, wo die Zuschauer vor historischer Kulisse stets für Gänsehautstimmung sorgen.

Info: Die Strecke – ein langer Dreikampf von ...

Schon um fünf Uhr morgens geht es los: Die Wechselzone am Langener Waldsee öffnet für die Teilnehmer. Der eigentliche Startschuss fällt dann um 6.30 Uhr für die männlichen Profis.

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Frank erhofft sich natürlich einen ähnlich packenden Rennverlauf wie im Vorjahr, als sich die beiden deutschen Topathleten Sebastian Kienle und Andreas Böcherer ein spannendes Duell geliefert hatten, das Kienle erst im Verlauf des Marathons am Mainufer für sich entscheiden konnte. Kienle, neben seinem Landsmann Jan Frodeno einer der Topstars der Weltelite, möchte dieses spannende Spiel allerdings nicht mitmachen. „Ich will das Rennen so langweilig wie möglich gestalten“, erklärte der Weltmeister aus dem Jahr 2014 gewohnt flapsig, nachdem er sich noch einmal die TV-Bilder aus dem Vorjahr zu Gemüte geführt hatte.

Keine Angst vor der Hitze

Seine Generalprobe für Frankfurt – der Ironman 70.3 am 11. Juni im Kraichgau – verlief vielversprechend. Auch wenn Kienle, der gestern 33 Jahre alt wurde, seinen Sieg über die Halbdistanz nicht überbewerten wollte. „Das war kein Ausrufezeichen, sondern nur ein Punkt“, sagte Kienle, der neben dem Rennen in Frankfurt natürlich auch den Ironman auf Hawaii vor Augen hat. Und natürlich seinen großen Rivalen Frodeno, der letztes Jahr auf Hawaii vor Kienle triumphierte und wie vor zwölf Monaten um den Ironman in Frankfurt einen Bogen macht.

Was Kienle schon ein wenig bedauert. „Es hätte mich vielleicht noch mehr motiviert, wenn Jan auch in Frankfurt am Start gewesen wäre“, so der Titelverteidiger, der in diesem Jahr ein fast dreimonatiges Trainingslager in den USA bestritten hat und sich topfit fühlt. „Ich lasse nur wenig Platz für Ausreden“, machte Kienle gestern keinen Hehl daraus, welche Ambitionen er am Sonntag hegt. Da spielt es für ihn auch keine Rolle, dass bei der Europameisterschaft in Frankfurt Temperaturen bis zu 32 Grad erwartet werden. „Es ist eben immer noch Sommer“, sagte Kienle nur lapidar. Vor zwei Jahren kam er in Frankfurt nach einer wahren Hitzeschlacht bei Temperaturen von fast 40 Grad als Zweiter ins Ziel. Hinter Frodeno.

Wir berichten in einem Liveticker ab Sonntag über den Ironman Frankfurt 2017.

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