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Biathlon: Frau in Gelb: Laura Dahlmeier mahnt zur Gelassenheit

Biathletin Laura Dahlmeier hat einen perfekten Saisonstart hingelegt. Sieg im ersten Einzelrennen und das Gelbe Trikot: Ein Kindheitstraum ging in Erfüllung. Doch die 23-Jährige warnt davor, überzogene Anforderungen an sie zu stellen: Sie bleibt lieber cool.
Mit ihrem Sieg beim Einzel in Östersund hat Laura Dahlmeier einen perfekten Saisonstart hingelegt. Foto: Anders Wiklund Mit ihrem Sieg beim Einzel in Östersund hat Laura Dahlmeier einen perfekten Saisonstart hingelegt. Foto: Anders Wiklund
Östersund. 

Fragen an Laura Dahlmeier, die als erste Biathletin seit Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner im März 2012 das Gelbe Trikot der Weltcup-Gesamtführenden geholt hat.

Frau Dahlmeier, hat Sie ihr perfekter Saisonstart überrascht?

Laura Dahlmeier: Damit hätte ich nie gerechnet. Ich konnte mich mit dem Einzel noch nie anfreunden. Aber die Trainer haben immer gesagt, das ist genau dein Rennen. Ich mag lieber aktive Rennen, Frau gegen Frau, wie beim Massenstart. Aber es ist gut zu wissen, dass man beim Einzel mit vorne dabei sein kann. Es ist ein super Gefühl.

Sie sind die erste Deutsche nach Magdalena Neuner seit mehr als viereinhalb Jahren, die den Gesamtweltcup anführt. Hat das für Sie eine Bedeutung, Sie werden ja ohnehin oft mit ihr verglichen?

Dahlmeier: So ein Gelbes Trikot ist schon was Besonderes, es ist eine Ehre, es zu tragen. Aber es ist schon ein Unterschied, ob man so ein Trikot am Anfang der Saison oder am Ende hat. Ich habe gerade mal ein Rennen gewonnen. Es ist ein superschönes Ergebnis, aber man braucht mich jetzt nicht auf die gleiche Ebene wie Magdalena Neuner zu heben. Man sollte die Kirche im Dorf lassen.

Man traut Ihnen den Gewinn des Gesamtweltcups zu, letztmals hat das Magdalena Neuner 2012 geschafft. Denken Sie schon so weit?

Dahlmeier: Es war gerade mal das erste Rennen und es kann noch so viel passieren in der Saison. Man darf da jetzt nicht übertreiben, muss ruhig bleiben und die Bälle flach halten.

(Aufgezeichnet von Sandra Degenhardt, dpa)
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