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DFB-Pokal: Für München und Leverkusen soll das Halbfinale nur Durchgangsstation sein

Die Bayern hatten in Paderborn nur wenig Mühe. Leverkusen brauchte eine Energieleistung – und „Bremer Hilfe“.
Zweifacher Torschütze gegen Bremen: Leverkusens Julian Brandt (rechts), hier gefeiert vom Kollegen Leon Bailey. Foto: Federico Gambarini (dpa) Zweifacher Torschütze gegen Bremen: Leverkusens Julian Brandt (rechts), hier gefeiert vom Kollegen Leon Bailey.
Paderborn/Leverkusen. 

Jupp Heynckes richtete nach dem souveränen Einzug von Bayern München ins DFB-Pokalhalbfinale eine Drohung an die Konkurrenz, Bayer Leverkusen bedankte sich nach dem Verlängerungskrimi gegen Werder Bremen ausgerechnet bei zwei Spielern mit Bremer Hintergrund. Damit stehen der unangefochtene Bundesliga-Spitzenreiter und sein erster „Verfolger“ aus dem Rheinland einträchtig in der Runde der besten vier – für beide soll sie nur eine Durchgangsstation sein.

„Berlin ist das Ziel. Wozu es dann am Ende reicht, werden wir sehen“, sagte der zweifache Bayer-Torschütze Julian Brandt nach dem 4:2 (2:2, 1:2) der Werkself nach Verlängerung gegen Deutschlands zweiterfolgreichste Pokalmannschaft.

Der Nationalspieler hatte in einem packenden Pokalfight mit seinem ersten Doppelpack (31./55.) den frühen 0:2-Rückstand durch Max Kruse (4. Foulelfmeter) und Aron Johannsson (7.) egalisiert, ehe er in der 101. Minute nach eigenen Angaben „fix und fertig“ unter dem Applaus der Bayer-Fans das Feld verließ und Bellarabi die Bühne überließ. Zunächst gelang dem 26-Jährigen drei Minuten nach seiner Einwechslung die erstmalige Führung für die Gastgeber, dann bereitete Bellarabi das 4:2 durch Kai Havertz (118.) vor – selten war „Vitamin B“ für Bayer Leverkusen so wertvoll.

Ausgerechnet der gebürtige Bremer Brandt und der in der Werder-Jugend ausgebildete Bellarabi sorgten dafür, dass die Werkself im siebten Anlauf erstmals Angstgegner Werder Bremen im DFB-Pokal bezwang und damit weiter vom Finale am 19. Mai im Olympiastadion träumen kann.

„Ich habe zu Karim gesagt, ’Du hast zuletzt so viel Pech gehabt. Aber heute bist du dran, heute ist es fällig, dass du uns ins Halbfinale schießt’", berichtete Bayer-Trainer Heiko Herrlich anschließend, wie er den elfmaligen Nationalspieler für den Schlussspurt heißgemacht hatte. Bellarabi, der beim Bundesliga-Zweiten derzeit noch weit von einem Stammplatz entfernt ist, blieb nach seiner Kurzkür stumm und verschwand aus einem Hinterausgang der Bay-Arena.

Nichts zu verstecken hatte Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem 6:0 (3:0) seiner Mannschaft beim mutig mitspielenden Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn. „Nachlassen wird meine Mannschaft nicht. Egal in welchem Wettbewerb“, sagte der 72-Jährige mit fester Stimme und sichtlicher Zufriedenheit. Das Ergebnis stimmte wie so oft, für die gute Laune beim Erfolgstrainer war aber in erster Linie die „Top-Mannschaftsleistung“ seiner Elf bei widrigen äußeren Bedingungen verantwortlich.

Für eine Schrecksekunde beim FC Bayern sorgte lediglich die Verletzung von Weltmeister Thomas Müller. „Thomas hat eine Oberschenkelprellung. Da muss man mal sehen, wie das in den nächsten Tagen verläuft“, sagte Heynckes bei Sky. Müller selbst gab aber schnell via Twitter Entwarnung: „Ich werde bald wieder einsatzbereit sein. Keine Sorge!“

Als der Kapitän nach 32 Minuten humpelnd den „Acker“ in der Benteler-Arena verließ, führte der Rekordpokalsieger bereits beruhigend mit 2:0 durch die Tore von Kingsley Coman (19.) und Robert Lewandowski (25.). Nationalspieler Joshua Kimmich (43.), der für Müller eingewechselte Corentin Tolisso (55.) und Arjen Robben (86., 88.) schraubten das Ergebnis vor 15 000 Zuschauern weiter in die Höhe – und brachten die Bayern zum neunten Mal in Folge in die Vorschlussrunde des Pokals.

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