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World Games in Polen: Ganz nah am olympischen Traum

Von Zu den Favoriten aus deutscher Sicht zählen in Breslau die Faustballer, die ihren Titel von vor vier Jahren verteidigen wollen.
Faszination Faustball: Demonstriert von Patrick Thomas (links), dem Star aus Pfungstadt, der auch bei den World Games startet. Foto: imago sportfotodienst Faszination Faustball: Demonstriert von Patrick Thomas (links), dem Star aus Pfungstadt, der auch bei den World Games startet.
Frankfurt. 

In jungen Jahren hegte Oliver Späth den olympischen Traum. Doch als der heute 26-Jährige sich irgendwann für Faustball als Lieblingssportart entschieden hatte, „da war mir klar, dass das nichts wird“. Allerdings gibt es für die Disziplinen, die es bisher nicht in den elitären Kreis der Programmsportarten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) geschafft haben, alle vier Jahre ebenfalls ein Großereignis, das seit seiner ersten Auflage 1981 deutlich gewachsen ist. Für den Offenburger Späth, der seit ein paar Jahren für den Weltpokalsieger aus Pfungstadt auf dem Feld steht, ist es „ein Riesending“, dass er nach ein paar Freundschaftsspielen ausgerechnet bei diesem sein Turnier-Debüt in der Nationalmannschaft gibt.

Bei den sogenannten World Games gehen die deutschen Faustballer um ihren Starangreifer Patrick Thomas im Juli in Breslau als Topfavorit in den Wettbewerb. Schließlich sind sie nicht nur Welt- und Europameister, sondern gewannen auch die vorherige Auflage des Turniers 2013 in Cali. Insgesamt schloss die Delegation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die Weltspiele in Kolumbien auf Rang vier und mit 15 Gold-, sieben Silber- und acht Bronzemedaillen ab. Doch Dirk Schimmelpfennig, der Vorstand Leistungssport in der Dachorganisation, will das Edelmetall nicht gezählt haben und gibt diesmal keine konkreten Ziele aus. Es gehe vielmehr darum, Vielfalt zu zeigen und die Sportarten in den Fokus zu rücken, die sonst im Schatten der olympischen stehen. Immerhin sind in Karate und Sportklettern auch zwei Disziplinen dabei, die 2020 in Tokio ihre Premiere im Zeichen der Ringe feiern dürfen.

„Das Besondere an den World Games ist, dass sie nur alle vier Jahre stattfinden“, betont Squash-Bundestrainer Oliver Pettke. Deshalb zählten Teilnahme und Erfolg dort mehr als bei Welt- oder Europameisterschaften. Entsprechend hoch ist jedoch auch der Druck, und der Aufwand, der für den bestmöglichen Auftritt betrieben wird, höher als bei anderen Großereignissen. „Wir haben schon im April den ersten Lehrgang gehabt“, erzählt Späth. Doch da viele wie der Lehramtsstudent – und anders als die Kollegen aus den olympischen Sportarten – keine Urlaubssemester einlegen oder sich auf andere Art mehr Zeit für die Vorbereitung nehmen, fällt diese trotzdem knapp aus und kollidiert zudem mit den Ligaterminen. Dennoch soll am Ende der Titel stehen, „alles andere würde uns keiner abnehmen“, sagt Späth. Für ihn wäre das die Erfüllung eines Traums – auch wenn es nicht der olympische ist.

Sechs Frankfurter in Polen dabei

Mehr als 3500 Athleten aus 111 Ländern gehen bei der zehnten Auflage der World Games vom 20. bis 30. Juli in Breslau an den Start.

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