Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 21°C

Leichtathletik-WM: Gedämpfte Erwartungen

Von Aus der Höhe von Davos zur Weltmeisterschaft auf der Insel: Aber die Europameisterin Gesa Krause ist betont zurückhaltend. Der Frankfurter Homiyu Tesfaye klingt schon kämpferischer.
So jubelte Gesa Krause Anfang Juli bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt, als sie über die 5000 Meter triumphierte. Bilder > Foto: Sven Hoppe (dpa) So jubelte Gesa Krause Anfang Juli bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt, als sie über die 5000 Meter triumphierte.
Frankfurt. 

Das erste Wochenende der Leichtathletik-Weltmeisterschaften von London verfolgten Gesa Krause und ihr Trainer Wolfgang Heinig aus der Ferne. Erst am heutigen Dienstag und damit einen Tag vor den Vorläufen über 3000 Meter Hindernis reist das Erfolgsgespann aus der Höhe von Davos in der Olympiastadt an. „Wir haben das schon vorher so gemacht“, erklärt der Coach, und dabei „richtig gute Wettkämpfe abgeliefert“. So soll es natürlich auch auf der Insel weitergehen.

Dennoch dämpft der Fachmann die Erwartungen. Zwar geht die 25-Jährige als Europameisterin und Bronzemedaillengewinnerin der WM von 2015 an den Start, doch mit ihrer deutschen Rekordzeit von 9:15,70 Minuten aus dem vergangenen Mai rangiert die Frankfurterin lediglich auf Rang zehn inmitten der Konkurrenz. Ein verhaltenes Rennen könnte ihr wie vor zwei Jahren in Peking die Tür zu Edelmetall öffnen. Doch realistisch gesehen, so Heinig, sei ein Platz unter den Top vier oder fünf „gar nicht möglich“.

Gute Vorbereitung

Immerhin lief die Vorbereitung bestens für die Hessin, bewies sie nicht nur bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt, wo sie neben ihrer Spezialstrecke auch die flachen 5000 Meter für sich entschied, dass sie körperlich gut in Form ist. Auch der letzte Test beim Diamond-League-Meeting in Monaco, wo Krause in 9:18,87 Minuten für die kenianische Konkurrenz nicht zu schlagen war, bestätigte dies. Allein in mentaler Hinsicht erwies sich das Programm, das Heinig für seine Vorzeigeathletin ausgearbeitet hatte, zwischenzeitlich als zu belastend. Eine Kette aus Höhentrainingslagern im Wechsel mit Wettkämpfen ließ die zierliche Sportlerin beim Diamond-League-Meeting im Juni in Oslo einbrechen. Die vielen Reisen machten ihr zu schaffen. Deshalb gönnte der Trainer ihr eine dreiwöchige Pause in der Heimat, die sie wieder zu Kräften kommen und Spaß und Freude am Laufen empfinden ließ. Das sollte sich auszahlen, denn die weiteren Rennen auf dem Weg zur WM verliefen wieder erfolgreich.

Außer für die mittlerweile für den Verein Silvesterlauf Trier startende Krause schreibt Heinig seit April auch wieder die Trainings- und Wettkampfpläne für den 1500-Meter-Mann Homiyu Tesfaye. Der gebürtige Äthiopier hatte eigentlich in Zukunft auf eigenen Beinen stehen wollen. Doch nach seinem starken Auftritt beim Halbmarathon von Berlin mit der neuen Bestzeit von 62:58 Minuten fand man wieder zusammen.

Die Art der Kooperation hat sich allerdings verändert. Legt Heinig in der Regel viel Wert auf konsequente Arbeit, lässt er dem WM-Fünften von 2013 mehr Freiraum. Seine Pläne sind quasi nur Vorschläge, der 24-Jährige könne sie befolgen oder nicht. „Aber wenn nicht, dann wird er auch keinen Erfolg haben.“

Auf den jedoch ist der Sportler der LG Eintracht Frankfurt ganz heiß, konnte er nach viel versprechenden Auftritten 2013 und 2014 bei Großereignissen die Erwartungen doch nicht mehr erfüllen. Erst stoppte Tesfaye eine Knieverletzung, dann sein Problem mit der richtigen Renntaktik, das ihn auch zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt nur auf Rang zwei ins Ziel kommen ließ.

Besondere Motivation

Immerhin geht der Verlobte der ehemaligen Weltmeisterin und Olympiazweiten von 2012, Maryam Yusuf Jamal, mit weniger Ablenkung in sein erstes Rennen am Donnerstag. Denn seine Tochter Lediya kam bereits vor zwei Wochen zur Welt. „Das macht es mir vom Kopf her leichter.“

Zudem sorgt das erste Kind für eine besondere Motivation des Familienvaters. „Ich liebe die Leichtathletik, und es geht mir beim Laufen nicht ums Geld.“ Sondern darum, seinen Nachkommen irgendwann von seinen Erfolgen erzählen zu können. Vielleicht schon nach der WM von London. „Mein Ziel ist es, ins Finale zu laufen“, sagt Tesfaye. „Dort ist dann alles möglich.“

Klaas landet nur auf Rang elf

Was sie nach den vielen Jahren immer noch antreibt? „Das Feeling da draußen“, sagt Kathrin Klaas, als sie in den Katakomben des Olympiastadiums steht, und zeigt Richtung Innenraum.

clearing
Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse