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Fraport Skyliners: Gordon Herbert: Ich höre nicht auf

Von Seit Saisonbeginn müssen die Basketballer der Skyliners auf ihren Chef-Trainer verzichten. Er will bald zurückkehren.
Gordon Herbert im September als Gast im Training. Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch, Bad Hg.) Gordon Herbert im September als Gast im Training.
Frankfurt. 

Gordon Herbert hat sich zurückgezogen. Seit seiner Rückenoperation im August ist der Kanadier nur noch für wenige Personen zu sprechen. Sein Amt als Chef-Trainer der Skyliners lässt er ruhen und wird seit drei Monaten von Assistent Klaus Perwas vertreten. Seitdem schirmt er sich ab, vor allem vor den Medien. Vielleicht, weil ihm selbst lange Zeit nicht klar war, wie es weiter geht – ob es für ihn überhaupt weiter geht.

Seine jahrelangen Schmerzen an der Bandscheibe waren auch nach der OP offenbar nicht verschwunden. Längst fragen sich auch einige Fans des Frankfurter Basketball-Clubs, ob der schmerzlich vermisste Meister-Trainer von 2004 jemals zu den Hessen zurückkehren wird.

Vor gut einer Woche nun hat Herbert seine Reha begonnen. An einem geheimen Ort, den er nicht bekanntgeben möchte. „Ich bin nicht in Frankfurt, aber in Deutschland“, sagte der 57-Jährige gestern in einem Telefonat mit dieser Zeitung. In einer Klinik arbeitet der ehemalige Nationalspieler daran, wieder gesund zu werden. Und der Glaube ist wieder vorhanden. „Ich werde zurückkommen“, meinte Herbert, „vermutlich früher, als die meisten Leute denken.“ Seine Reha-Zeit sei auf „weniger als einen Monat“ angesetzt worden. Da er schon gut eine Woche hinter sich hat, könnte das bedeuten, dass er bereits Ende des Monats zu seinen Skyliners zurückkehren kann.

Diesen Schritt will Herbert aber nur gehen, „wenn ich 100 Prozent gesund bin.“ Vorher nicht. Derzeit habe er immer noch etwas Schmerzen. Diese könnten aber auch von den medizinischen Reha-Maßnahmen stammen, glaubt er. „Ich schaue hier von Tag zu Tag. Es geht ganz gut.“

Mit seinem Beruf aufhören, das betont Herbert, sei „nicht wirklich in meinem Gedächtnis“. Er mache die Reha, „um wieder zu arbeiten“. Der 57-Jährige, der bei keinem anderen Club als Trainer so erfolgreich war wie in Frankfurt, möchte unter allen Umständen wieder an der Seitenlinie stehen. „Ich bin sehr motiviert und möchte so schnell wie möglich zurück. Ich liebe, was ich tue. Es tut weh, nicht bei meinem Team zu sein.“ Die Skyliners hätten ihm auch zuletzt sehr geholfen. „Der Club ist großartig.“

Natürlich verfolgt Herbert, der die Skyliners vergangene Saison zum Titelgewinn im Europe Cup geführt hatte, die aktuelle Entwicklung der Mannschaft. In der Bundesliga ist das neu formierte Team unter Interims-Chefcoach Perwas auf Platz 13 abgerutscht. Am Sonntag (15.30 Uhr) soll beim Tabellen-10. BG Göttingen unbedingt der erste Sieg nach vier Niederlagen in Serie her. Fast alle Spiele hat Herbert sich angeschaut, meist im Fernsehen oder Internet.

Lob an Perwas

Mit Perwas ist er offenbar nicht so häufig in telefonischem Kontakt. „Ich habe großes Vertrauen in ihn. Wir arbeiten bereits seit insgesamt viereinhalb Jahren zusammen.“ Überhaupt lässt Herbert auf Perwas nichts kommen. „Es ist keine einfache Situation für Klaus. Er macht einen sehr guten Job. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass er es macht.“ Mit ihm als Interims-Chefcoach habe der Club eine „großartige Wahl“ getroffen.

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