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Frankfurter Radklassiker: Gutes Pflaster für die Zabels

Von Rick Zabel feiert beim Frankfurter Radklassiker am 1. Mai als Zweiter seinen bislang größten Saisonerfolg; sein Vater Erik kam dreimal als Erster ins Ziel.
Jubelt über seinen zweiten Platz: Rick Zabel. Foto: Huebner/Herkert (Jan Huebner) Jubelt über seinen zweiten Platz: Rick Zabel.
Frankfurt. 

Als sein Vater Erik 2005 zum dritten und letzten Mal den Radklassiker in Frankfurt gewann, da war es nicht der Sport, der Rick Zabel am meisten interessierte. Der heute 23-Jährige begeisterte sich viel mehr für das Unterhaltungsprogramm, das der Jugend im VIP-Zelt geboten wurde. Doch das ist Vergangenheit: Heute gibt der Profi selbst alles, um vorne mit dabei zu sein, wenn die Spitze des Feldes auf die Zielgerade eines großen Events einbiegt. Und am Montag, in der finalen Phase des Rennens von Eschborn nach Frankfurt, „da habe ich mich super stark gefühlt“.

Der spätere Sieger, der Norweger Alexander Kristoff, für den Zabel als Helfer im Team Katusha-Alpecin in die Pedale trat, rauschte natürlich noch vorbei. „Normalerweise folgen dann im Sog noch zwei, drei Fahrer“, erklärte der Deutsche. Doch diesmal war da ein Loch, „und da dachte ich mir, da kann ich ja noch Zweiter werden“.

Es war die beste Platzierung, die der Unnaer seit seinem Wechsel vom US-amerikanischen BMC Racing Team vor der Saison erzielt hat. „Frankfurt ist einfach ein gutes Pflaster für mich“, sagte Zabel. Die Strecke durch den Taunus gefalle ihm, und er kennt sie auch schon bestens. Bereits als Schüler und Jugendlicher war er am Main am Start gewesen, „Semi-erfolgreich“, wie er gesteht. 2011 gewann Zabel junior dann das Bundesligarennen der Junioren, und 2014 wurde er bei seinem ersten Profistart am Tag der Arbeit Sechster.

Keine Tipps nötig

Die Tipps, die er sich sonst gerne von seinem Vater geben lässt, hat der Dauergast in Frankfurt so nicht nötig. „Die hole ich mir nur, wenn ich Neuland betrete“, wie in diesem Jahr bei Mailand - Sanremo, wo er bei seinem Debüt allerdings ausschied. Angesichts solcher Fehlschläge sind Erfolge wie der am Opernplatz umso wichtiger für den aufstrebenden Athleten. Schließlich will er bei möglichst vielen ganz großen Ankünften dabei sein, vor allem jedoch in diesem Jahr bei der Tour de France, für die er sich bei den nächsten Herausforderungen, der Tour of California im Mai und der Tour de Suisse im Juni, weiter empfehlen will. „Das ist mein ganz großer Traum“, der, für den er sich tagtäglich abrackert und für den er auch in das Schweizer Team gewechselt war. Vorher, so hatte Zabel kürzlich einmal erklärt, „war ich ein großer Fisch in einem kleinen Teich“, fuhr bessere Platzierungen bei weniger bedeutenden Rennen ein. Jetzt sei er „ein kleinerer Fisch in einem größeren Teich“, füllt die Helferrolle bei den ganz bedeutenden Events aus.

Noch ist er damit zufrieden, will sich so weiter nach vorne in Richtung einer tragenden Rolle entwickeln. Dass er mal genauso erfolgreich sein werde wie sein Vater, daran glaubt Rick Zabel jedoch nicht. „Wenn ich in meiner Karriere nur halb so viel wie er gewinnen würde, wäre ich schon überglücklich.“

Allein in Frankfurt fuhr Erik Zabel, der diesmal mit seiner Frau vor Ort war, dreimal – 1999, 2002 und 2005 – als Erster über die Ziellinie. Bis gestern hielt der heute 46-Jährige diesen Rekord allein; dann verhalf ausgerechnet sein eigener Sohn Kristoff dazu, mit ihm gleichzuziehen. Ein Thema für einen Familienzwist soll das nicht werden. „Das ist doch zweitrangig“, betont Rick Zabel. Dass Kristoff den Sieg davongetragen habe, sei entscheidend. „Das andere gehört zur Vergangenheit.“

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