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Hamilton trifft Verstappen: „Immer Respekt zeigen”

Lewis Hamilton ist nicht nachtragend. Der britische Formel-1-Weltmeister geht auf seinen Unfallgegner von Bahrain zu und zeigt Verständnis für Max Verstappen. Sein Hauptaugenmerk ist ein anderes: In China soll der erste Saisonsieg her.
Dicht an dicht: Red-Bull-Pilot Max Verstappen (hinten) und Lewis Hamilton im Mercedes beim Großen Preis von Bahrain. Foto: Luca Bruno Dicht an dicht: Red-Bull-Pilot Max Verstappen (hinten) und Lewis Hamilton im Mercedes beim Großen Preis von Bahrain.
Shanghai. 

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton gab in China den weisen Mann, an seinem Ehrgeiz ließ er aber keine Zweifel aufkommen.

Erst sprach der britische Mercedes-Pilot am Donnerstag in Shanghai geradezu altersmilde über Red-Bull-Heißsporn Max Verstappen. Dann stellte er mit Blick auf seine Niederlagen gegen den Ferrari-Dauerrivalen Sebastian Vettel in Australien und Bahrain klar: Er sei nicht unglücklich darüber, „ich bin hungrig”. Am liebsten wolle er die restlichen 19 Rennen gewinnen.

Weniger angriffslustig zeigte sich der Vierfach-Champion in der Causa Verstappen. Das niederländische Talent war am vergangenen Sonntag in Bahrain bei einem gewagten Überholmanöver kurz nach dem Start mit dem Briten kollidiert und musste wenig später aufgeben. Hamilton nannte den Oranje-Piloten nach dem Rennen einen „Dickhead” (Schwachkopf).

Vier Tage danach ging er im Fahrerlager auf seinen Unfallgegner zu. „Ich habe ihn getroffen, ihm die Hand geschüttelt und gesagt, dass mir das letzte Rennen für ihn leid tue, ungeachtet, ob es mein Fehler oder sein Fehler war”, erzählte er. „Es ist immer wichtig, Respekt zu zeigen”, fügte er hinzu. Ob Verstappen etwas darauf entgegnet habe, konnte Hamilton nicht sagen.

„Ich habe großen Respekt vor Max. Er hat ein großartiges Potenzial, einmal Weltmeister zu werden”, meinte der 33-Jährige über den 13 Jahre jüngeren Verstappen. „Ich war in derselben Position wie er, als ich jung war. Es ist ein Lernprozess, mit dem Druck umzugehen, in einem Top-Team zu sein.”

Eigentlich hatte Verstappen mit Hamilton nicht mehr über den Vorfall in Bahrain reden wollen. „Es kommt darauf an, ob es wirklich notwendig ist”, hatte er zuvor in der offiziellen Pressekonferenz zum China-Rennen gesagt. „Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe.” In China erklärte er nun, dass es immer einfach sei, „dem jüngeren Piloten die Schuld zu geben”.

Sportlich liegt der Fokus von Hamilton weniger auf Verstappen. In den ersten beiden Rennen des Jahres hatte der Brite zusehen müssen, wie Vettel die Siege einheimste. In Australien hatte er wegen eines Strategie-Fehlers den Erfolg verschenkt, in Bahrain war er wegen eines Getriebe-Austauschs um fünf Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt worden, schaffte es aber noch auf Platz drei.

Mit 17 Punkten Rückstand liegt Hamilton vor dem China-Grand-Prix, den er schon fünf Mal gewann, auf Platz zwei hinter Vettel (50 Punkte). „Es ist in diesem Jahr enger als im letzten Jahr”, sagte er. „Es ist noch ein langer, langer Weg”, weiß auch Vettel. Doch: „Mercedes ist noch immer Favorit.”

(Von Claas Hennig, dpa)
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