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Hartung neuer Säbel-Europameister - Ndolo holt Silber

Die Tage ohne Medaillen bei den Europameisterschaften in Tiflis sind für die deutschen Fechter beendet. Gleich zwei stehen nach dem drittletzten Tag in der Bilanz: Gold und Silber.
Max Hartung wurde in Tiflis Europameister mit dem Säbel. Foto: Felix Kaestle Max Hartung wurde in Tiflis Europameister mit dem Säbel. Foto: Felix Kaestle
Tiflis. 

Max Hartung Europameister, Alexandra Ndolo holt Silber - die medaillenlosen Tage der deutschen Fechter sind vorbei.

Mit einem lauten „Jaaaaaa” schrie der neue Säbel-Champion Hartung nach dem 15:7-Triumph gegen Ungarns Olympiasieger Aron Szilagyi seine Freude durch die EM-Halle von Tiflis. Ndolo genoss den größten Erfolg ihrer Karriere am Donnerstag eher still. Nach dem 10:15 im Degen-Finale gegen die Russin Violetta Kolobowa blieb der 30-Jährigen aus Leverkusen Silber - größter Erfolg ihrer Karriere.

„Ich hab' sie alle rasiert.” Mit einem breiten Lachen kommentierte der Dormagener Hartung seinen Coup, der ihm die Nachfolge seines im Viertelfinale mit 8:15 an Szilagyi gescheiterten Vereinskollegen Benedikt Wagner einbrachte. Keiner hatte eine Chance gegen den WM-Dritten von 2015: Im Halbfinale ließ Hartung den Georgier Sandro Bazazde mit 15:11 stehen, im Kampf um Gold war sogar der Olympiasieger zu schwach.

„Ich habe schon nach dem ersten K.o.-Gefecht gemerkt, dass was geht”, ließ Hartung anschließend wissen. Und wie es ging. „Max war sensationell”, kommentierte Bundestrainer Vilmos Szabo den EM-Titel des Olympia-Zehnten.

Happy war auch Ndolo, deren spät gestoppter Siegeszug ebenso Mut für die Heim-WM vom 19. bis 26. Juli in Leipzig macht wie Hartung-Gold. „Das ist schon ein geiles Gefühl”, sagte Ndolo, als sich die erste Euphorie gelegt hatte. „Ein tolles Ergebnis für sie”, bemerkte Sportdirektor Sven Ressel, dessen interne Vorgabe von zwei EM-Medaillen erfüllt ist.

Es gab aber auch Enttäuschendes: Matyas Szabo, Olympia-Achter von Rio und Sohn des Bundestrainers, überstand die 32er-Runde nicht. Björn Hübner aus Tauberbischofsheim überraschte dagegen unter den Top 32 mit einem 15:12-Erfolg gegen den rumänischen Olympia-Fünften Tiberiu Dolniceanu. Danach war für Hübner gegen Csanad Gemesi Schluss. Der Ungar war dem EM-Dritten von 2009 beim 15:6 deutlich überlegen.

EM-Neuling Alexandra Ehler aus Heidenheim schied mit 7:15 gegen Estlands frühere Weltmeisterin Julia Beljajewa im Degen-Achtelfinale aus. Beate Christmann aus Tauberbischofsheim und die Vorjahresfünfte Monika Sozanska aus Offenbach scheiterten unter den Top 64.

(Von Dietmar Fuchs, dpa)
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