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Holstein Kiel beweist Moral: Walter lobt „Teamleistung”

Holstein Kiel hat das kleine sportliche Tief überwunden. Beim 4:2 über Darmstadt 98 überzeugten die „Störche” spielerisch und kämpferisch. „Das war eine klasse Teamleistung”, lobte Trainer Walter.
Kiel-Trainer Tim Walter (l.), hier mit Johannes van den Bergh beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin. Foto: Britta Pedersen/Archiv Kiel-Trainer Tim Walter (l.), hier mit Johannes van den Bergh beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin.
Kiel. 

Selbst der sonst so kritische Tim Walter fand kaum einen Grund zum Nörgeln. „Das war eine klasse Teamleistung. Wir haben auch in Unterzahl versucht, weiter Fußball zu spielen, und haben Dinge kreiert. Von daher war der Sieg absolut verdient”, sagte Holstein Kiels Trainer nach dem 4:2 (3:2) über den SV Darmstadt 98. Mit zehn Mann hatten die „Störche” den „Lilien” widerstanden und die kleine Negativserie von drei sieglosen Spielen in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Der Lohn für den dritten Dreier der Saison: Holstein ist in der Tabelle wieder oben dran, nach unten ist viel Luft.

Das sehr ordentliche Zwischenfazit nach acht Spieltagen ließ auch Janni Serra strahlen. „Viel schöner geht es nicht. Wir haben uns heute endlich mal für unseren Aufwand belohnt”, sagte der Angreifer, der einen Treffer zu dem spektakulären Abend vor 8527 Zuschauern im Holstein-Stadion beisteuerte. Sturmpartner Benjamin Girth traf am Freitag ebenfalls und das auch noch bei seinem Startelf-Debüt. „Das war ein tolles Gefühl, von Anfang an mitwirken zu können. Umso schöner, dass es gleich mit einem Tor geklappt hat”, sagte der 26-Jährige.

Serra und Girth waren aber die Hauptakteure in einem Kieler Team, das eine Halbzeit lang ein Feuerwerk in der Offensive abbrannte. Wie schon drei Tage zuvor beim unglücklichen 0:2 in Berlin - diesmal aber mit zählbarem Erfolg. „Heute waren wir effektiver im Verwerten der Torchancen. Die Tore waren toll herausgespielt”, lobte der Coach. Und grantelte doch ein bisschen: „Allerdings waren wir auch nicht sehr konsequent im Verteidigen.” So blieben die Gäste nach ihren beiden Toren durch Tobias Kempe noch im Spiel.

Als sich dann die Gastgeber anfangs der zweiten Halbzeit nach der Gelb-Roten Roten Karte gegen Jannik Dehm auch noch selbst dezimiert hatten, drohten die Kieler den ersehnten Erfolg doch noch aus den Händen geben zu müssen - was nicht geschah. „Wir haben auch in Unterzahl nicht aufgegeben, eine überragende Mannschaftsleistung gezeigt. Der Wille nach der schweren Niederlage gegen Berlin war da”, sagte David Kinsombi.

Der Kapitän war gemeinsam mit Alexander Mühling, der sich mit dem Tor zum 2:0 auszeichnete, der unermüdliche Antreiber im Mittelfeld. Der 22-Jährige setzte mit seinem zweiten Saisontreffer auch den umjubelten Schlusspunkt unter einem kämpferisch wie spielerisch äußerst nachhaltigen Auftritt.

(Von Gert Glaner, dpa)

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