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Der "länsgste Tag des Jahres": In drei Wochen steigt der Ironman in Frankfurt

Von 3000 Triathleten werden am 9. Juli bei der Ironman-Europameisterschaft antreten. Sie alle hoffen, bis zum Ziel am Frankfurter Römer durchzuhalten. Wie schwer das ist und welche Entwicklung der Triathlon-Sport generell nimmt, schildert Björn Steinmetz, Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH.
Sehenswerte Kulisse für das weltweit zweitwichtigste Ironman-Rennen: Die Triathleten beim abschließenden Radrennen in Frankfurt. 	Foto: dpa Foto: Heiko Blatterspiel (dpa) Sehenswerte Kulisse für das weltweit zweitwichtigste Ironman-Rennen: Die Triathleten beim abschließenden Radrennen in Frankfurt. Foto: dpa

Der Boom ist noch da. Wenn auch nicht mehr ganz so stark. „Triathlon ist neben Golf die einzige Sportart, die jährlich um sieben Prozent im Verbandsbereich wächst“, betont Björn Steinmetz. Etwa 60 000 sogenannte „Startpass-Inhaber“ für Triathlon-Wettbewerbe gibt es in Deutschland. Freilich eine winzige Zahl im Vergleich zum weltgrößten Sportverband Deutscher Fußball-Bund mit seinen knapp sieben Millionen Mitgliedern. „Aber wir gehen von inzwischen 250 000 Menschen aus, die Triathlon betreiben“, betont Steinmetz. Und darauf kann der 44-Jährige stolz sein. Schließlich hat er die positive Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte hautnah miterlebt. Einst selbst als Triathlet, dann als Veranstalter im Kraichgau, als Präsident des Baden-Württembergischen Triathlonverbandes sowie Sprecher der Landesverbände in der Deutschen Triathlon Union (DTU). Und seit 1. November 2013 als Chef von Ironman Deutschland, dessen Hauptquartier sich in Liederbach im Taunus befindet.

IRONMAN-KOLUMNE

Die Vorbereitung auf einen Ironman ist umfangreich. Speziell Anfänger können sich nicht direkt an einen Wettkampf wagen. Sie brauchen eine lange Vorlaufzeit von mehreren Jahren, um den Langdistanz-Triathlon

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Steinmetz, für alle Veranstaltungen in Deutschland zuständig, hat zwei ganz besondere Termine im Jahr: Den Wettkampf in Hamburg (2600 Starter) und vor allem die Europameisterschaften in der Rhein-Main-Region. Dort werden am 9. Juli wieder 3000 Triathleten in den Langener Waldsee springen und 3,8 Kilometer schwimmen, dann per Rad 180 Kilometer auf einem Rundkurs bis nach Friedberg fahren und schließlich noch einen Marathon über 42,195 Kilometer in Frankfurt entlang des Mains mit Ziel am Römer hinten drauf satteln.

Eigentlich eine körperliche Tortur. Wer macht so etwas freiwillig? Vergleichsweise viele. Die auf 3000 begrenzten Start-Tickets waren vergangenen Sommer abermals innerhalb von wenigen Wochen ausverkauft. Es lockt der Reiz, die körperlichen Grenzen zu testen. Mehr Teilnehmer geht nicht. Das Gedränge auf den Strecken wäre zu groß. „Es geht um das Flächenmanagement, die Wechselzonen, die Rad-Kapazitäten“, begründet Steinmetz. Der 44-Jährige ist begeistert, wie „viele Athleten sich diesen Wettkampf antun“. Er weiß, wovon er spricht. Der Familienvater hat zehn Ironman-Rennen absolviert (Bestzeit: 9:20 Stunden) und zweimal die WM auf Hawaii gefinisht – also die Ziellinie erreicht.

Zwei bis drei Jahre Vorlauf

Wer als Hobby-Sportler auch mit dem Gedanken spielt, sich an einen Langdistanz-Triathlon heran zu wagen, sollte behutsam vorgehen. „Es erfordert hohen Fleiß. Man muss zielorientiert und sauber trainieren“, betont Steinmetz. Als Vorbereitungszeit seien zwei bis drei Jahre notwendig. „Sonst macht es orthopädisch keinen Sinn.“ Über Kurz- und Mitteldistanz-Triathlons sollte man sich an einen Ironman herantasten. Steinmetz: „Lasst auf jeden Fall die Finger weg von Null auf Ironman.“

Hitzetest in der Wetterau

Schön war’s in der Wetterau, am Donnerstag. Ein Hitzetest unter Sommersonne mit erfreulich wenigen Autos auf der Straße. Fronleichnam sei Dank.

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Vorbilder in Deutschland gibt es genug. In den vergangenen drei Jahren triumphierten Jan Frodeno (2015, 2016) und Sebastian Kienle (2014) bei der WM auf Hawaii. Kienle ist auch am 9. Juli in Frankfurt am Start, ebenso wie Patrick Lange, im vergangenen Jahr Dritter auf Hawaii hinter Frodeno und Kienle. Andi Böcherer komplettiert das deutsche Top-Trio in Frankfurt. Lediglich Frodeno wird fehlen. Der Star der Szene startet in Klagenfurt. Bei den Frauen sind mit Anja Beranek und Sonja Tajsich zwei deutsche Top-Athletinnen dabei.

Stolz ist Steinmetz auch auf seine rund 4500 freiwilligen Helfer. „Nur durch sie ist es möglich, unsere Veranstaltung auf die Straße und ins Wasser zu bringen. Ihnen und den Kommen gilt unser Dank.“ Die große Helferzahl ist bemerkenswert, weil „das Ehrenamt immer mehr Schwierigkeiten hat. Viele Vereine sind nicht mehr in der Lage, Triathlon sauber zu organisieren. Die Auflagen sind sehr hoch“.

Fotos aus dem letzten Jahr

Bilderstrecke Ironman Frankfurt 2016: Eiserner Kampf um den Europatitel
Nicht nur die Fußballer kämpfen derzeit um den Titel des Europameisters: In Frankfurt geht am Sonntag (03.07.) die Ironman-EM über die Bühne. Zur 15. Auflage des Triathlons werden mehr als 3000 Teilnehmer aus 65 Ländern erwartet. Wir zeigen die Fotos von dem Sport-Spektakel in unserer Bilder-Galerie!Nach dem Startschuss für die Profis (06.30 Uhr) stehen im Langener Waldsee 3,8 Kilometer Schwimmen an.Dann folgen 180 Rad-Kilometer durch die Wetterau und zurück nach Frankfurt sowie der Marathonlauf über 42,195 Kilometer am Mainufer.
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