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United Volleys: Julian Zenger überzeugt in der Nationalmannschaft

Von Julian Zenger, Neuzugang der United Volleys, legt in der Weltliga einen überzeugenden Auftritt hin.
Überzeugend auf dem Spielfeld und auch als Antreiber an der Seitenline: Julian Zenger. Foto: Wuechner / Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Überzeugend auf dem Spielfeld und auch als Antreiber an der Seitenline: Julian Zenger.
Frankfurt. 

Das ewige Duell Alt gegen Jung bekam im Fall der Volleyball-Weltliga in Frankfurt eine neue Bedeutung. Nicht das Alter stand im Vordergrund, es ging vielmehr um das Duell des alten und des neuen Liberos des Europacup-Teilnehmers United Volleys Rhein-Main. Im Team Österreich spielte Florian Ringseis, zwei Jahre lang der Stabilisator der Defensive und die gute Seele im Team der Frankfurter. Sein Pendant im Team Deutschland war Julian Zenger, der ab der kommenden Saison das andersfarbige Trikot im Team der United Volleys tragen wird.

Man merkte gleich die Unterschiede: „Flo“ spielte wie man ihn kennt: Der Wirbelwind sprach ständig seine Mitspielern an, klatschte sie ab, klopfte ihnen aufmunternd oder anerkennend auf die Schulter, gestikulierte viel. Sein Nachfolger bei den United Volleys wirkte viel ruhiger, sachlicher, konzentrierte sich allein auf seine Aufgabe.

Wie das gesamte Match war auch ihr persönliches Duell auf Augenhöhe, mit dem knappen „Punktsieg“ für die deutsche Seite. Julian Zenger war der große Gewinner des dreitägigen Turniers. In die Rolle der Nummer eins als Libero nur durch die Verletzung eines Mitkonkurrenten geschlüpft, wusste der 19-Jährige seine Chance zu nutzen. „Es macht Spaß mit den Jungs“, lobte der deutsche Kapitän Christian Fromm, mit 26 Jahren der Team-Senior, die beiden jüngsten Deutschen auf dem Spielfeld, die Frankfurter Tobias Krick und Zenger.

Für Zenger war es der erste Auftritt in der Ballsporthalle. „Die Halle ist super, es hat Spaß gemacht, hier zu spielen.“ Die Stadt ansehen konnte er sich noch nicht. Das kommt nach dem Umzug im August. „Ich bin im Team super aufgenommen worden. Ruhig war ich vor dem Turnier keineswegs. Für mich war es schon etwas leichter, ein Teil dieser jungen Truppe zu sein, als im Team mit den alten Hasen zu stehen. Es ist schon ein anderes Gefühl, für Deutschland zu spielen. Ich versuchte, meiner Rolle gerecht zu werden, das ist mir wie ich glaube gut gelungen“, sagte Zenger. Das bestätigte ihm nicht nur der ihn lobende Bundestrainer Andrea Giani, sondern auch die Statistiken. 25 exzellente und nur drei schlechte Annahmen tauchten in den Statistiken auf.

Nur halbwegs zufrieden zeigte sich sein Vorgänger im Team der United Volleys. „Ist schon ein komisches Gefühl“, meinte Ringseis. „Man spielt in der gewohnten Umgebung, macht eine tolle Aktion, die zum Punkt führt. Und niemand jubelt“, sagte der wie stets gut gelaunter Österreicher. Vor und nach dem Match sei es anders gewesen. Da habe er viele Freunde getroffen, im Hotel mit den Gegnern, die zwei Jahre lang seine Mitstreiter waren, geplaudert.

Seine Zukunft sei ungewiss. „Ich habe noch keinen Verein.“ Am liebsten wäre ihm Frankreich oder Italien, auch Spanien würde ihn reizen. „Ich bin keiner, der lange in lauter Harmonie leben kann. Brauche neue Herausforderungen. Nicht nur sportlich. Ein neues Land, neue Leute, neue Mentalitäten. Frankfurt will er aber immer in bester Erinnerung behalten. „Wer weiß: Man sieht sich im Leben oft zweimal.“

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