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FSV Frankfurt: Keine Entlastung für früheres FSV-Präsidium

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Das Logo des FSV Frankfurt. Symbolbild: Imago Foto: imago Das Logo des FSV Frankfurt. Symbolbild: Imago
Frankfurt. 

In schweren Zeiten rückt man in der Regel zusammen. Und der FSV Frankfurt befindet sich derzeit in der wohl schwierigsten Phase seiner mehr als 100 Jahre währenden Vereinsgeschichte. Zwei Abstiege hintereinander und eine folgenschwere Misswirtschaft haben den langjährigen Fußball-Zweitligisten bekanntlich hinab in die Regionalliga Südwest und in die Insolvenz getrieben. Gestern Abend waren 138 stimmberechtigte Mitglieder zur ersten Jahreshauptversammlung des FSV seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens erschienen, um sich am Bornheimer Hang ein Bild über den Zustand ihres Clubs und seiner GmbH zu machen.

Die von einigen Mitgliedern erwartete Konfrontation mit der jüngeren Vergangenheit, die den Frankfurter Stadtteilclub ins finanzielle Chaos gestürzt hatte, blieb allerdings aus. Denn das alte Präsidium mit Julius Rosenthal an der Spitze und den Stellvertretern Ludwig von Natzmer und Wolfgang Kurka sowie Clemens Krüger, der ehemalige Geschäftsführer der FSV Frankfurt Fußball GmbH, waren am Vormittag per Mail aus dem Verein ausgetreten. Krüger, Rosenthal und Co, für viele verantwortlich für die Misere des FSV, hatten am 30. März in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ihren Rücktritt erklärt und wurden gestern Abend von den Mitgliedern des FSV dafür abgestraft, auch wenn das keine juristische Folgen hat. Die Versammlung verweigerte ihren früheren Funktionären wie erwartet mit großer Mehrheit die Entlastung.

Keine Überraschung war es dann, was sich wenige Minuten später abspielte. Denn Michael Görner, der nach dem Rücktritt des alten Präsidiums vom Aufsichtsrat zum neuen Mann an der Spitze des Vereins bestimmt worden war, wurde gemeinsam mit seinem bisherigen Stellvertreter Stephan Siegler sowie dem neuen Vizepräsidenten Reinhold Greiner ohne Gegenstimmen bei sechs Enthaltungen wiedergewählt. „Wir können bald einen Deckel auf ein ganz trauriges Kapitel des FSV Frankfurt machen, auch wenn wir uns immer noch im Überlebenskampf befinden“, erklärte der 56 Jahre alte Görner, der zuversichtlich ist, dass das Insolvenzverfahren noch in diesem Jahr abgeschlossen wird. Dringendste Aufgabe, so Görner, sei nun die Suche nach einem Namensgeber für das Stadion am Bornheimer Hang. „Ansonsten haben wir ein Loch im Etat“, machte Görner noch einmal deutlich, in welch schwieriger Situation sich der FSV immer noch befindet, auch wenn das eigentliche Insolvenzverfahren mit dem ursprünglichen Schuldenberg von fast vier Millionen Euro abgeschlossen ist.

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