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Ein Weltmeister in Liga drei: Kevin Großkreutz verdient wie Stefan Aigner jetzt sein Geld bei Uerdingen

Die meisten, die wenigsten und die namhaftesten Transfers: Absteiger Kaiserslautern sowie die Aufsteiger Cottbus und Uerdingen haben bisher dem Transferfenster der Dritten Fußball-Liga auf unterschiedliche Weise ihren Stempel aufgedrückt.
Spielt jetzt in Uerdingen: Kevin Großkreutz. Foto: Norbert SCHMIDT (imago sportfotodienst) Spielt jetzt in Uerdingen: Kevin Großkreutz.
Frankfurt. 

Ein Weltmeister und viele weitere ehemalige Größen: Die Transfer-Sommer hat der Dritten Fußball-Liga, die am Freitag ihren Spielbetrieb aufnimmt, bislang einigen spektakulären Zuwachs beschert. Kevin Großkreutz, 2014 noch Weltmeister in Brasilien, setzt seinen sportlichen Abstieg weiter fort und kickt nun statt beim Zweitligisten SV Darmstadt 98 beim Aufsteiger KFC Uerdingen, der mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Stefan Aigner gleich noch einen namhaften Hochkaräter holte.

Insgesamt waren die Fußball-Drittligisten nach zwei verhältnismäßig ruhigen Transfer-Sommern in der Vergangenheit während der Weltmeisterschaft äußerst aktiv: Bis gestern Abend hatten die 20 Vereine der Dritten Liga bereits 462 Spielerwechsel getätigt – mehr als vor zwei Jahren zum Transferende. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt kurz vor dem Saisonstart 435 Wechsel.

Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern geht dabei mit einer runderneuerten Mannschaft in die erste Drittliga-Saison seiner Vereinsgeschichte: Sportvorstand Martin Bader und Sportdirektor Boris Notzon krempelten die Mannschaft komplett um. Die Pfälzer mussten gleich 28 Abgänge verkraften und verpflichteten dafür 22 neue Spieler, die bis zum ersten Saisonspiel am Samstag gegen Aufsteiger TSV 1860 München (14 Uhr/live in der ARD) zusammengefunden haben müssen.

„In der dritten Liga geht es um Kampf und Leidenschaft. Wir müssen das gemeinsam als Truppe annehmen“, sagt Kapitän Florian Dick, der den Betzenberg bereits bestens kennt und vom Zweitligisten Arminia Bielefeld zurückkehrte. Mit Christopher Hemlein (Bielefeld), Kevin Kraus (Heidenheim) oder Timmy Thiele (Jena) konnte Kaiserslautern gleich mehrere Hochkaräter verpflichten, so dass die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck trotz des Umbruchs als großer Favorit in die neue Saison geht.

Das Auftaktspiel am Freitag (19 Uhr/live bei Telekom Sport) bestreitet der zweite Absteiger Eintracht Braunschweig gegen den in der Relegation gescheiterten Karlsruher SC. Auch Braunschweig hat nahezu alle Leistungsträger verloren. Und die, die noch da sind – wie Christoffer Nyman, Suleiman Abdullahi oder Gustav Valsvik – gelten bis zum Schluss des Transferfensters als Wechselkandidaten.

Mit Energie Cottbus setzt ein anderer Liga-Neuling nahezu komplett auf seinen Vorjahreskader: Lediglich zwei Zu- und vier Abgänge verzeichnete der Aufsteiger aus der Lausitz. Allerdings zittert Cottbus noch um den Verbleib von Torjäger Streli Mamba, der von Zweitligisten, vor allem vom SC Paderborn, umworben wird.

Cottbus zittert

Von den etablierten Drittligisten sorgten die Sportfreunde Lotte und der Hallesche FC für die größte Rotation im Kader. Jeweils 14 Neuzugängen stehen 15 Abgänge gegenüber. Verbunden war dies mit Trainerwechseln in der Sommerpause. Im ostwestfälischen Lotte übernahm der frühere Dresdner Bundesliga-Spieler Matthias Maucksch, im sächsischen Halle der bisherige Zwickauer Fußball-Lehrer Torsten Ziegner.

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