Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

Beachvolleyball: Kira Walkenhorst und Laura Ludwig holen zum ersten Mal den WM-Titel

Die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst haben sich trotz aller Widrigkeiten zum WM-Titel durchgebissen. Welche Ziele bleiben jetzt noch?
Grenzenloser Jubel bei dem deutschen Duo Kira Walkenhorst (links) und Laura Ludwig nach dem Gewinn des WM-Titels. Foto: HOCH ZWEI (imago sportfotodienst) Grenzenloser Jubel bei dem deutschen Duo Kira Walkenhorst (links) und Laura Ludwig nach dem Gewinn des WM-Titels.
Wien. 

Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht und Partnerin Kira Walkenhorst im Arm schnitt Laura Ludwig vor jeder Kamera Grimassen, juchzte zwischendurch immer wieder lautstark und freute sich wie ein kleines Kind. Die Golden Girls von Rio sind nach ihrem Coup auf der Wiener Donauinsel endlich auch Beachvolleyball-Weltmeisterinnen, alle Sorgen und Probleme der letzten Wochen waren auf einen Schlag vergessen.

„Das ist eine unfassbar geile Scheiße, ja, das ist es. Ich bin ganz schön müde und platt jetzt“, sagte Abwehrspezialistin Ludwig und sprach von „wirklich harten zehn Tagen für den Kopf. Ich habe eine Matschbirne.“ Kira Walkenhorst hatte es nach dem 2:1 im Finale gegen die US-Amerikanerinnen Lauren Fendrick und April Ross gar komplett die Sprache verschlagen. „Ich will nicht mehr reden“, sagte sie nach einem zweistündigen Medien-Marathon.

353 Tage nach ihrem Olympiasieg in Rio fühlte sich der WM-Titel für Ludwig und Walkenhorst so ganz anders an. Bei Olympia waren sie topfit angetreten, hatten das Turnier dominiert und das Finale gegen die Brasilianerinnen Agatha und Barbara vor deren beeindruckender Heimkulisse sicher mit 2:0 gewonnen.

Damals war die Stimmung an der Copacabana gegen das deutsche Topduo, auf der Donauinsel waren Ludwig/Walkenhorst dagegen die Publikumslieblinge. „Das war das erste Mal, dass so eine geile Stimmung für uns war. Wir haben Rio erlebt, wo die Stimmung gegen uns war. Da haben wir gezeigt, dass wir das ausblenden können“, sagte Ludwig: „Die Stimmung hat uns den Arsch gerettet. Die war auf jeden Fall der dritte Mann auf dem Court – oder die dritte Frau.“ Am Abend ging es mit der Stimmung weiter, mit nicht weniger als 60 Leuten aus ihrem Team und ihren Familien feierte das deutsche Duo ihren WM-Titel. Dabei hatte vor dem Turnier aufgrund einer von Verletzungen geplagten Vorbereitung niemand so richtig mit den Golden Girls gerechnet, doch die blonde Laura und die dunkelhaarige Kira widerlegten alle noch so skeptischen Prognosen. Nach dem Olympiasieg an der Copacabana im vorigen Jahr und zwei EM-Titeln komplettierte das Duo mit dem WM-Triumph seine Titelsammlung.

Olympiasieger Jonas Reckermann, selbst Weltmeister 2009, stellte deshalb die durchaus legitime Frage, welche Ziele Ludwig und Walkenhorst jetzt noch haben. „Es gibt nicht mehr viel zu holen. Ich hoffe, sie hören nicht auf“, sagte Reckermann. Laura Ludwig wich dieser Frage aus: „Es sind die kleinen Ziele, die wir uns immer wieder setzen, und das wird auch demnächst so passieren.“

Erstmal haben die Weltmeisterinnen auf jeden Fall eine Woche Pause, bevor ab dem 16. August schon die EM in Lettland ansteht. Ob sie ihren Titel dort überhaupt verteidigen werden, steht aufgrund der Schulterprobleme von Walkenhorst noch nicht sicher fest. Ende August sind dann die World Tour Finals in Hamburg, kurz darauf die deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse