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Köln verpasst Europa-League-Überraschung

Die Europapokal-Reise des 1. FC Köln ist schon gleich nach der Gruppenphase beendet. Gegen Roter Stern Belgrad verliert der Bundesliga-Letzte beim Debüt von Interimscoach Stefan Ruthenbeck. Jetzt liegt der Fokus ganz auf den Abstiegskampf in der Bundesliga.
Kölns Yuya Osako im Zweikampf mit Branko Jovicic. Foto: Dragan Stankovic Kölns Yuya Osako im Zweikampf mit Branko Jovicic.
Belgrad. 

Im Spiel eins nach der Ära Peter Stöger hat der 1. FC Köln die Europa-League-Überraschung verpasst. 

Vier Tage nach der Trennung vom bisherigen Cheftrainer verlor der Bundesliga-Letzte unter dem Interimscoach Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad nach einer couragierten, aber spielerisch erschreckend schwachen Vorstellung mit 0:1 (0:1) und schied damit in seiner ersten Europapokal-Saison nach 25 Jahren bereits in der Gruppenphase aus. Damit sind alle drei deutschen  Europa-League-Starter Hertha BSC, 1899 Hoffenheim und der FC früh gescheitert.

Slavoljub Srnic (22.) erzielte im entscheidenden Spiel um Platz zwei den Treffer für die Serben, die sich in der Gruppe H mit Tabellenführer FC Arsenal aus London für die K.o.-Runde qualifizierten. Die Kölner können sich hingegen ganz auf den Überlebenskampf in der Fußball-Bundesliga konzentrieren. Helfen soll dabei der am Tag zuvor verpflichtete neue Sport-Geschäftsführer Armin Veh.

„Wenn man so eine Saison hat wie wir, dann ist es schwer, noch ein Spiel zu drehen”, sagte Kölns Torwart Timo Horn. „Spielerische Mittel fehlen uns derzeit. Es war zu wenig. Belgrad hat nicht viel gemacht, bis auf die eine Szene.” Kapitän Matthias Lehmann stellte ernüchtert fest: „Uns hat die Überzeugung vor dem Tor gefehlt.”

Der von der U 19-Mannschaft vorübergehend auf den Chefposten bei den Profis aufgerückte Ruthenbeck hatte vor der Partie in Belgrad mit den gleichen Verletzungsproblemen zu kämpfen wie sein Vorgänger Stöger. Gerade einmal 16 Spieler statt der erlaubten 18 konnte er für das Gruppen-Finale in den Kader beordern, darunter etliche Amateur-Akteure.

Dennoch traten die in der Bundesliga mit nur drei Zählern abgeschlagenen Rheinländer in der hitzigen Atmosphäre vor 51 100 Zuschauern - darunter 4400 FC-Fans - zunächst mutig auf. Die Deckung stand sicher. Offensiv setzten sie Akzente und hatten schnell ihre Chancen. Zunächst kam Frederik Sörensen (12.) zum Kopfball, dann war der Schuss des freistehenden Serben Milos Jojic (13.) zu schwach.

Die Belgrader waren indes effizient. Gleich mit der ersten  Möglichkeit kamen sie durch Srnic zur Führung. Die Gäste ließen sich aber nicht beirren und blieben überlegen. Doch zugleich wurde deutlich, wie spielerisch limitiert die Kölner derzeit sind. Immerhin hatte der quirlige Jojic (34.) noch vor der Pause die Chance auf den Ausgleich, traf aus rechter Position aber nur das Außennetz.

In Hälfte zwei änderte sich nichts am Geschehen. Köln war bemüht, aber begrenzt in seinen Möglichkeiten. Belgrad, das in allen sechs Gruppenspielen gerade einmal zwei Gegentore kassiert hatte, ließ den Bundesligisten kommen und machte die Räume eng. Der Schlenzer von Yuya Osako (53.) war die einzige nennenswerte Szene der Kölner im Strafraum. Die Partie wurde danach immer schwächer. Roter Stern hatte kaum noch Mühe, den Sieg über die Zeit zu bringen.

(Von Dietmar Fuchs, dpa)
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