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Kohlschreiber als letzter Deutscher in New York raus

Der Weltranglisten-Erste und Wimbledonsieger war dann doch eine Nummer zu groß für Philipp Kohlschreiber. Als letzter deutscher Tennisprofi schied der Augsburger bei den US Open aus. Bei den Damen offenbart Titelverteidigerin Serena Williams keine Schwächen.
Philipp Kohlschreiber unterlag dem Serben Novak Djokovic deutlich in drei Sätzen. Foto: John G. Mabanglo Bilder > Philipp Kohlschreiber unterlag dem Serben Novak Djokovic deutlich in drei Sätzen. Foto: John G. Mabanglo
New York. 

Philipp Kohlschreiber hat das Achtelfinal-Duell mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic klar verloren und ist bei den US Open als letzter deutscher Tennisprofi ausgeschieden.

Der 30 Jahre alte Augsburger musste sich dem serbischen Wimbledonsieger und Boris-Becker-Schützling mit 1:6, 5:7, 4:6 geschlagen geben. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion trifft jetzt auf den Schotten Andy Murray. Der US-Open-Champion von 2012 setzte sich gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 7:5, 7:5, 6:4 durch.

Für Kohlschreiber war es im sechsten Match gegen Djokovic die fünfte Niederlage. Nach 2:03 Stunden Spielzeit im zweitgrößten Stadion auf der Anlage nutzte Djokovic seinen zweiten Matchball.

Im ersten Satz sahen die Zuschauer im packevollen Louis-Armstrong-Stadium einen Klassenunterschied. «Schlecht bewegt», fluchte Kohlschreiber, als eine Vorhand im Netz landete. Obwohl er sein erstes Aufschlagsspiel mit einem gefühlvollen Stopp begann, kassierte er sofort das Break zum 0:2. Kurz darauf verspielte Kohlschreiber eine 40:0-Führung und geriet mit 0:4 in Rückstand.

Als ihm mit einem Zu-Null-Aufschlagsspiel der einzige Punkt im ersten Satz zum 1:5 gelang, feierten ihn die Zuschauer wie einen Grand-Slam-Champion. «Es gibt wenig Geheimnisse. Er ist ein unheimlich guter Hartplatzspieler, der eigentlich keine Schwäche hat», hatte Kohlschreiber über den siebenmaligen Grand-Slam-Champion gesagt. In dieser Saison trainierte der beste deutsche Tennisspieler häufig mit Djokovic und dem dreimaligen Wimbledonsieger Becker - zuletzt noch vor den US Open in Djokovics Residenz in New Jersey.

Viel war vor Turnierbeginn über die Form des 27 Jahre alten Serben spekuliert worden. Nach dem Wimbledonsieg und seiner Hochzeit schied Djokovic bei den Masters-Series-Turnieren in Toronto und Cincinnati jeweils schon im Achtelfinale aus. Doch rechtzeitig zum letzten Grand Slam der Saison scheint er in Hochform. Im zweiten Durchgang wehrte er cool und nervenstark einen Satzball Kohlschreibers ab und forderte die Fans im Stadion zu mehr Spektakel auf.

«Ich spiele einfach schlecht», war wenig später aus dem Mund Kohlschreibers über die Platzmikrofone zu vernehmen. Djokovic dagegen spielte einfach entfesselnd gut, entschied auch den dritten Durchgang im Stile eines Champions für sich und steht zum 22. Mal nacheinander bei einem der vier wichtigsten Turniere in der Runde der besten Acht.

Ähnlich souverän geht Titelverteidigerin Serena Williams in der Damen-Konkurrenz ihrer Arbeit nach. Die Weltranglisten-Erste aus den USA setzte sich gegen die Estin Kaia Kanepi mit 6:3, 6:3 durch und trifft jetzt im Viertelfinale auf die Italienerin Flavia Pennetta.

(dpa)
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