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Bundesliga: Kovacs Machtwort: Lewandowski bleibt

Fußballlehrer Niko Kovac macht sich über viele Dinge Gedanken. Zum Beispiel darüber, wie vorzeitigen Vereinswechseln von Trainern entgegengewirkt werden könnte.
Wird sich zunächst weiter für die Bayern strecken: Stürmer Robert Lewandowski. Foto: Laci Perenyi (imago sportfotodienst) Wird sich zunächst weiter für die Bayern strecken: Stürmer Robert Lewandowski.
München. 

Niko Kovac traut seinem ehemaligen Verein Eintracht Frankfurt trotz Dreifachbelastung und namhafter Abgänge auch in der neuen Spielzeit einiges zu. „Erfolg macht begehrlich, sehr gute Spieler sind gegangen. Aber ich bin überzeugt, dass Fredi Bobic mit Bruno Hübner und Adi Hütter diese Spieler adäquat ersetzen wird“, sagte der 46 Jahre alte Bayern-Coach dem „Kicker“.

Zu ersetzen sind bei den Hessen unter anderen Torwart Lukas Hradecky sowie die Schlüsselspieler Kevin-Prince Boateng, Marius Wolf und Omar Mascarell. Die Eintracht werde trotzdem „wieder eine sehr gute Rolle spielen, der Verein kann sich auf die Europa League freuen“, prognostizierte Kovac.

Der Pokalsieger bereitet sich derzeit in Gais in Südtirol auf die neue Spielzeit vor. Das erste Pflichtspiel der neuen Saison bestreitet die SGE am 12. August (20.30 Uhr) im Supercup ausgerechnet gegen den FC Bayern. „Sie werden die Freude und Wucht der Fans mitnehmen. Man hat bei der WM gesehen: Ist die Unterstützung da, kann das Kräfte mobilisieren“, sagte Kovac.

Der 46-Jährige betont erneut, dass er bei den Bayern für die neue Saison mit Torjäger Robert Lewandowski plant. Der Stand sei ganz klar: „Er wird diesen Verein nicht verlassen. Wir wollen ihn mit Sicherheit nicht abgeben“, meinte der Coach.

Kovac räumte ein, dass sich der 29 Jahre alte Pole mit Abwanderungsgedanken beschäftige. „Es ist richtig, dass Robert damit spielt, woanders hinzugehen. Nur das eine ist, was er gerne möchte, und das andere ist, was wir möchten“, sagte Kovac und stellte fest: „Wir entscheiden. Robert hat einen Vertrag – ich weiß gar nicht wie lange -, den wird er so lange wie möglich hier erfüllen.“ Der Kontrakt von Lewandowski läuft noch bis 2021.

Neuer bleibt Kapitän

Kovac lobte den Nationalspieler erneut als Topstürmer. „Robert Lewandowski steht für Erfolg, und für Tore, und das wird er auch in Zukunft beweisen.“ Lewandowski soll sich angeblich in München nicht mehr ausreichend wertgeschätzt fühlen. Beim Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid war er ohne Treffer geblieben.

Kovac will als neuer Cheftrainer die Hierarchie beim FC Bayern nicht umkrempeln. Nationaltorhüter Manuel Neuer werde auch unter ihm Kapitän bleiben, sagte Kovac. Auch die Frage, ob Thomas Müller weiter als Neuers Stellvertreter fungieren werde, bejahte der 46-Jährige. „Wir werden nichts ändern.“ Prinzipiell könnte er die Kapitänsbinde allerdings zahlreichen Spielern geben, merkte der Trainer an. Arjen Robben, Franck Ribéry, Mats Hummels und Jérôme Boateng seien „auch alle Kapitäne, wenn auch ohne Binde“.

Höhere Ablösesummen?

Zudem plädiert Kovac bei vorzeitigen Vereinswechseln von Trainern für höhere Ablösesummen. „Damit würde man erreichen, dass ein Trainer längere Überlebenschancen hat. Wenn man für jemanden viel Geld ausgibt, will man das nicht schnell wieder verlieren. Bei den Spielern ist es normal“, sagte der Kroate. Kovac hatte beim vorzeitigen Wechsel von Eintracht Frankfurt von einer Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht, der FC Bayern zahlte angeblich knapp über zwei Millionen Euro. Beim vorzeitigen Wechsel von Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim zu RB Leipzig im kommenden Sommer wird eine Ablöse von fünf Millionen Euro fällig. Unabhängig davon misst Kovac den Spielern eine höhere Bedeutung bei als den Trainern, auch wenn letztere in der Verantwortung stünden. „Im Fußball sind die Spieler wichtiger als Trainer, weil sie auf dem Platz die Leistung bringen müssen. Der Trainer ist ein Teil des Teams, aber ich möchte ihn nicht an die oberste Stelle heben“, sagte er.

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