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Serge Gnabry: Künftiger Bayern-Profi glänzte beim gelungenen Start der U21-EM

Ein Tor, einmal Pfosten zum Auftakt: Serge Gnabry nimmt bei der Titeljagd der U-21-Europameisterschaft eine Schlüsselrolle ein.
Wendig im Dribbling, fintenreich, torgefährlich: Serge Gnabry (rechts) könnte zu einem der Stars der U-21-EM werden. Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild) Wendig im Dribbling, fintenreich, torgefährlich: Serge Gnabry (rechts) könnte zu einem der Stars der U-21-EM werden.
Tychy. 

Serge Gnabry genoss die Stille der Kabine. Auf dem Boden rollten noch zwei, drei leere Wasserflaschen, ansonsten war der Matchwinner aber das letzte Überbleibsel der spontanen Party nach dem gelungenen Start in die U-21-EM. „Das ist die Ruhe nach dem Sturm. Man sieht, wir haben ein bisschen gefeiert“, sagte der künftige Bayern-Profi. Auf seinem Kopf wackelte die schwarze Mütze ein wenig hin und her.

Vor allem Gnabry hatte Grund zum Feiern. Ein Tor, ein Pfostenschuss, stets gefährlich: Der Wirbelwind war beim 2:0 (1:0) gegen Tschechien der auffälligste Spieler. „Das waren wichtige drei Punkte für uns, daher haben wir uns auch sehr gefreut“, sagte Gnabry. Von DFB-Trainer Stefan Kuntz gab es ein Sonderlob: „Serge hat im Team eine Führungsrolle, und die nimmt er auch an.“

Gnabry erfüllte mit seinem starken Auftritt einen Teil der Prophezeiung von Horst Hrubesch. „Serge kann einer der Topspieler der EM werden. Er könnte auch bei Barcelona spielen“, hatte der Kuntz-Vorgänger vor dem Turnier gesagt. Unter Hrubesch war Gnabry 2016 Olympia-Torschützenkönig geworden, seither geht es bergauf bei dem in Deutschland fast vergessenen Toptalent. Von der Reserve des FC Arsenal wechselte er zu Werder Bremen – und nun zu den Bayern.

„Vor einem Jahr hat Serge kaum einer gekannt, für ihn hat sich unglaublich viel getan“, sagt auch Kuntz. Nach dem Sieg gegen Tschechien lobte der DFB-Trainer besonders die Spritzigkeit seiner Nummer 11.

„Serge ist schwer ausrechenbar. Er hat ein tolles Gespür dafür, wo Bälle hinkommen. Er kann im richtigen Moment noch einen Pass spielen, ist im Dribbling extrem wendig und sehr fintenreich“, sagte Kuntz.

Sogar zum Kassenwart hat der DFB-Trainer Gnabry gemacht – wenn auch unfreiwillig. „Als Stefan Kuntz gefragt hat, wer die Kasse übernehmen soll, hat Davie Selke nach rechts geschaut und ich musste lachen. Da wurde ich auserwählt“, berichtete Gnabry dem ARD-Hörfunk. Seinen Job nehme er aber ernst. Besonders häufig klingelt die Kasse, wenn die Kollegen in falscher Kleidung zum Essen erscheinen. „Da kommt die größte Kohle zusammen“, sagt Gnabry.

Gegen Tschechien zahlte er nun mit Leistung zurück. Schon am Mittwoch soll gegen Dänemark der zweite Schritt in Richtung Halbfinale folgen.

(sid)
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