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Formel 1: Lewis Hamilton spricht von einer „vergifteten“ Atmosphäre

Lewis Hamilton dominiert in diesem Jahr die Formel 1. Das liegt auch an seiner veganen Ernährung und dem Abschied von Nico Rosberg aus dem Formel-1-Team Mercedes, betont Hamilton.
Lewis Hamilton (r.) und Nico Rosberg in 2016. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Lewis Hamilton (r.) und Nico Rosberg in 2016.
Mexiko-Stadt. 

Lewis Hamilton musste keine Sekunde überlegen. „Nein“, sagte der Formel-1-Dominator klipp und klar auf die Frage, ob seine phänomenale Vorstellung in diesem Jahr auch mit Nico Rosberg an der Seite möglich gewesen wäre. Was zunächst wie ein Lob für den noch amtierenden Weltmeister daherkam, war in Wahrheit eine gnadenlose Abrechnung mit seinem ehemaligen Teamkollegen.

Die Atmosphäre bei Mercedes sei 2016 völlig vergiftet gewesen, ließ Hamilton vor dem Großen Preis von Mexiko (Sonntag, 20 Uhr) durchblicken. „Wie bei einem Hurrikan“ habe sich die negative Energie aufgestaut, sagte der Brite. Und diese konnte dann einfach nicht mehr entweichen. Und natürlich war Rosberg dafür verantwortlich.

Mit seinem neuen Teamkollegen Valtteri Bottas sei die Dynamik im Team jetzt viel besser. Der Finne sei ein „außergewöhnlicher Mensch“, der durch „harte Arbeit gewinnen“ will. Und nicht durch Politik, sollte das wohl heißen.

Hamilton jedenfalls sieht sich vor der möglichen Rückkehr auf dem WM-Thron an diesem Wochenende auf einem „neuen Level“, sagte er: „Ich fühle mich so gut wie nie zuvor, physisch und mental.“ Nach seinem neunten Saisonsieg zuletzt in den USA hat Hamilton jetzt 66 Punkte Vorsprung auf Sebastian Vettel im Ferrari, 75 Punkte sind in dieser Saison maximal noch zu gewinnen. In Mexiko reicht Hamilton schon Platz fünf, um sich seinen vierten WM-Titel zu sichern.

Für seinen Erfolg machte Hamilton aber nicht nur Rosbergs Rücktritt verantwortlich, auch die Umstellung seiner Ernährung gab dem 32-Jährigen einen Schub. Der PS-Popstar ist seit einigen Wochen Veganer, eine der besten Entscheidungen, die er jemals getroffen habe. Ihm fehle es an nichts, sagte er der Süddeutschen Zeitung, Gorillas hätten ja auch jede Menge Power: „Essen Silberrücken Fleisch? Nein! Silberrücken ernähren sich ausschließlich von Gras und Pflanzen.“

„Alles auf den Tisch“

Bisher neun Rennsiege, elf Poles – Hamilton sieht sich in diesem Jahr im Flow, auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Und der Kampf mit Vettel, der mittlerweile zu seinen Gunsten entschieden ist, habe dazu beigetragen. „Wenn du gegen einen viermaligen Weltmeister fährst, weißt du, dass du gegen einen der Besten fährst. Du fährst gegen jemanden, der in Form ist“, sagte Hamilton: „Ich liebe diese Herausforderung. Es geht darum, nicht als Erster zu straucheln.“

Und im Gegensatz zu Vettel ist Hamilton nicht gestrauchelt, er macht keine Fehler. Auch weil er den Status als absolute Nummer eins bei Mercedes ohne Rosberg genießt. „Meine Beziehung mit dem gesamten Team ist stärker als je zuvor“, sagte er. Grundstein dafür war ein klärendes Gespräch mit Teamchef Toto Wolff in der Küche des Österreichers, nachdem Rosberg 2016 den Titel gewonnen hatte. „Wir haben alles auf den Tisch gelegt und gesagt, was gesagt werden musste“, meinte Hamilton. In dieser Saison ist er schneller und besser als je zuvor.

(sid)
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