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SV Darmstadt 98: Lilien wollen die richtige Richtung einschlagen

Von Der Samstagsgegner ist die dritte Mannschaft in dieser Saison, die mit einem neuen Trainer nach Südhessen kommt.
Im Training, aber noch nicht im Kader: Jan Rosenthal. Foto: Huebner/Ulrich Im Training, aber noch nicht im Kader: Jan Rosenthal.
Darmstadt. 

Die Situation ist keine unbekannte. Denn bereits zum dritten Mal in dieser Saison trifft der Fußball-Bundesligist SV Darmstadt 98 am morgigen Samstag (15.30 Uhr) auf ein Team, bei dem ein neuer Trainer sein Debüt gibt. Diesmal ist es der Tabellenvorletzte aus Ingolstadt, der bei den sechs Punkte und zwei Plätze davor liegenden Lilien gastiert und bei dem in der Länderspielpause der 43-jährige Bundesliganeuling Maik Walpurgis auf der Bank neben dem Spielfeld Platz genommen hat.

Die Vorbereitung der Gegner auf dieses laut Lilien-Trainer Norbert Meier „nicht saisonentscheidende, aber richtungsweisende Spiel“ habe das nicht gerade leicht gemacht. Die Videos, die der 58-Jährige dafür mit seinen Akteuren schaute, seien alle entstanden, als Markus Kauczinski noch bei den Bayern das Sagen hatte. „Wir wissen nicht, mit welcher Formation sie jetzt spielen“, betont Meier. Auch dass er es selbst schon mal mit Walpurgis zu tun hatte, als Meier Arminia Bielefeld und der Kollege den VfL Osnabrück betreute, helfe da nicht weiter.

Deshalb gelte es für seine eigene Mannschaft, sich im Kampf um mindestens einen Punkt auf das zu konzentrieren, was sie selbst beeinflussen könne: das eigene Spiel. Dabei kann Meier auch wieder auf alle seine „wohlbehalten zurückgekehrten“ Länderspielreisenden zurückgreifen, obwohl etwa der frühere Frankfurter Änis Ben-Hatira beim Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel der Tunesier in Libyen nach einem Schlag auf den Knöchel ausgewechselt worden war. Auf keinen Fall zum Zuge kommen morgen derweil Roman Bezjak und Jan Rosenthal. Während Letzterer zwar wieder im Mannschaftstraining steht, aber „noch kein Thema für den Kader“ sei, will der Coach auch bei dem Slowenen kein Risiko eingehen. Bezjak könnte nach seinem Zehenbruch zwar mit schmerzstillenden Mitteln auflaufen, aber „es ist vernünftiger, wenn er noch nicht wieder dabei ist“.

So werden die beiden auch das neue Gefühl noch nicht kennenlernen, für das die gerade fertiggestellte Nordtribüne sorgen soll. Endlich, sagt Meier, sehe die Traditions-Spielstätte am Böllenfalltor wie ein Stadion von heute aus. Und in diesem, mit der entsprechenden Fanunterstützung ein möglicher Hexenkessel, wollen sich die Darmstädter wichtige Luft verschaffen.

Mit einem Sieg hätten sie bereits neun Punkte Abstand auf Ingolstadt, das im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Südhessen den Sprung in die Erstklassigkeit schaffte und nun zu den härtesten Konkurrenten im Ringen um den Klassenerhalt zählt. Bei einer Niederlage dagegen stünden sie nur noch knapp vor den gefürchteten Abstiegsplätzen. Dort also, wo die meisten die Lilien sowieso erwarten. Auch das wäre für sie keine unbekannte Situation.

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