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SV Darmstadt 98: Lilien zögern drohenden Abstieg weiter hinaus

Von Rüdiger Fritsch sieht den Erfolg der Darmstädter als wichtig für die Zukunft an. Einem Umzug in ein anderes Stadion erteilt der Vereinschef eine Absage.
Darmstädter Glücksgefühle trotz des drohenden Abstiegs: Jerome Gondorf hat gerade das 2:0 gegen Freiburg erzielt. Foto: Huebner/Ulrich (Jan Huebner) Darmstädter Glücksgefühle trotz des drohenden Abstiegs: Jerome Gondorf hat gerade das 2:0 gegen Freiburg erzielt.
Darmstadt. 

Natürlich sind diese Gedanken da. Die, die sich darum drehen, was wohl gewesen wäre, wenn die Lilien früher in die Spur gefunden hätten, in der sie jetzt unterwegs sind. Wenn sie in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga ein paar Pünktchen mehr gesammelt hätten und nicht schon seit Wochen so gut wie abgestiegen wären. „Aber wir können ja nichts mehr daran ändern“, sagt Flügelflitzer Marcel Heller. Immerhin jedoch noch das Beste daraus machen.

Wie das aussieht, das haben die Darmstädter am Samstag gezeigt, als sie gegen erschreckend planlos agierende Freiburger im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor einen 3:0 (2:0)-Erfolg und damit erstmals in der Beletage drei Siege hintereinander verbuchten. „Darmstadt war uns in allen Belangen überlegen“, musste Christian Streich, der Trainer der Breisgauer, nach Toren von Felix Platte, Jerome Gondorf und Sven Schipplock einräumen.

Dass sie den Vollzug ihres Abstiegs damit wohl nur herauszögern und eventuell schon am Samstag in München dieser perfekt werden könnte, ist den Südhessen klar. Doch selbst beim alten und neuen deutschen Meister wollen sie laut Heller „mit breiter Brust“ auflaufen, und dass die Bayern den Titel jetzt schon sicher haben, kommt ihnen dabei nicht ungelegen. Vielleicht mangelt es dem Favoriten so am unbedingten Siegeswillen.

Die Lilien derweil bringen diesen auf, und selbst wenn bei neun Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz und noch drei ausstehenden Begegnungen die Klasse nicht mehr zu halten sein dürfte, so retten sie so immerhin ihren Ruf.

„Es ist total wichtig, wie wir uns aus der Liga verabschieden“, erklärte Vereinspräsident Rüdiger Fritsch. Das Bild, das man abgebe, hätte einige „Kratzer wenn nicht gar Risse bekommen“, wären die Lilien bei den zwölf Punkten geblieben, die sie Mitte Februar gesammelt hatten. Doch wie sich der Tabellenletzte jetzt präsentiert und unter Trainer Torsten Frings entwickelt hat, „das hilft uns auch bei der Spielerrekrutierung für die nächste Saison“. Es zeige, „dass wir stabil sind, egal, wie es ausgeht“.

Bei der großen Party, die die Fans beim Freiburg-Spiel mit ihren Lilien feierten, trübte nur eines die Laune: die Auflagen der Liga und die damit verbundene und noch immer ungelöste Stadionfrage. Während die Anhänger zwischenzeitlich per Transparent und mit Blick auf den geforderten Regenschutz für die Gegentribüne fragten, „Ey, DFL, habt ihr ’nen Dachschaden?“, erteilte der Vereinschef Umzügen in andere Spielstätten nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen eine Absage. „Es ist fünf nach zwölf“, betonte Fritsch. Aber noch nicht zu spät, um weiterzukämpfen.

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