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Magen-Darm-Virus im deutschen WM-Team

Ein Magen- und Darmvirus im deutschen Teamhotel bei der Leichtathletik-WM in London löst große Besorgnis aus. Aus Vorsicht wurden alle seit Anfang der Woche anreisenden deutschen Starter in anderen Quartieren untergebracht.
Eine große deutsche Medaillenhoffnung bei der Leichtathletik-WM 2017: Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler. Foto: Claude Paris Eine große deutsche Medaillenhoffnung bei der Leichtathletik-WM 2017: Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler.
London. 

Das WM-Team der deutschen Leichtathleten hat auf den im Mannschaftshotel grassierenden Magen-Darm-Virus reagiert. Für alle seit Montag anreisenden WM-Starter sind andere Unterkünfte in London besorgt worden.

„Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme”, erklärte Peter Schmitt, Sprecher des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. So wurden auch die drei am Montag an der Themse eingetroffenen DLV-Speerwerfer vorsorglich woanders untergebracht. Olympiasieger Thomas Röhler, der deutsche Rekordler Johannes Vetter und Andreas Hofmann belegen die ersten drei Plätze der Weltrangliste und sind damit große Medaillenhoffnungen. Das Finale findet am Sonntag statt.

Für die Zehnkämpfer um den WM-Dritten Rico Freimuth war wegen des zweitägigen Wettkampfes ohnehin ein Hotel in der Nähe des Olympiastadions im Londoner Stadtteil Stratford gebucht worden. Sie beginnen am Freitag den Medaillenkampf. „Dank der Mannschaftsärzte hat der ausgebrochene Virus keine großen Folgen für die Athleten gehabt”, sagte DLV-Präsident Clemens Prokop.

Wie das Organisationskomitee der WM am Dienstagabend mitteilte, hatten insgesamt 30 Menschen über Magen-Darm-Probleme geklagt, in neun Fällen liege eine Erkrankung vor. Bei Labortests wurde zudem nachgewiesen, dass sich zwei Personen mit dem Norovirus infiziert haben. Dieser Virus löst eine akute Magen-Darm-Erkrankung aus.

Die Gesundheitsbehörde PHE arbeitet laut der Mitteilung eng mit dem OK der WM und dem Hotel zusammen, „um die Verbreitung der Krankheit einzuschränken”. Der Norovirus werde durch Hautkontakt übertragen. Die meisten Menschen würden zwei Tage nach der Infizierung ohne Behandlung wieder genesen. Nur in seltenen Fällen sei die Erkrankung bedrohlich, hieß es weiter.

Betroffen sind nach Angaben des Weltverbandes IAAF auch andere Mannschaften. Die DLV-Starter wohnen zusammen mit Sportlern weiterer Nationen in dem über rund 800 Zimmer verfügenden Hotel an der Tower Bridge.

Nach Angaben des Leitenden Verbandsarztes Andrew Lichtenthal waren zu Beginn der WM vier deutsche Athleten und fünf Betreuer betroffen. Die Sportler hätten das Training wieder aufgenommen. Momentan stünde noch ein Athlet unter Beobachtung.

„Wir haben daraufhin zusammen mit der medizinischen Kommission der IAAF Gespräche geführt, und die Hygienestandards im Hotel wurden kurzfristig deutlich erhöht”, sagte Lichtenthal. Verstärkt sollen die Athleten Desinfektionsmittel benutzen, sich regelmäßig die Hände waschen und offen liegendes Obst meiden.

(dpa)
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