Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 23°C

Das große Zittern: Mainzer Kampf gegen den Abstieg geht in die heiße Phase

Leistungseinbruch statt Befreiung: Der Auftritt von Mainz 05 beim 1:2 gegen Mönchengladbach war über weite Strecken besorgniserregend.
Nachdenkliche Mainzer: Trainer Martin Schmidt (Mitte), Andre Ramalho (links) und Yoshinori Muto Foto: Thomas Frey (dpa) Nachdenkliche Mainzer: Trainer Martin Schmidt (Mitte), Andre Ramalho (links) und Yoshinori Muto
Mainz. 

Bei Mainz 05 herrscht nach dem 1:2-Rückschlag gegen Borussia Mönchengladbach das große Zittern. „Der Abstiegskampf beginnt jetzt erst richtig. Der Kampf war nach dem Punkt bei den Bayern nicht gewonnen und ist nach dieser Niederlage nicht verloren“, sagte Trainer Martin Schmidt, der stressige Wochen prophezeite: „Jedes Spiel, in dem du nicht punktest, macht die Arbeit schwerer.“

Mit 33 Punkten wandelt Mainz in der Fußball-Bundesliga als Tabellen-14. weiter am Abgrund. Nur die bessere Tordifferenz trennt die Rheinhessen vom VfL Wolfsburg (15.) und dem HSV (16.), dem Gegner im nächsten Endspiel um den Klassenverbleib. Vier Zähler entfernt liegt der FC Ingolstadt auf einem Abstiegsplatz. Ein Sieg gegen Gladbach hätte die Situation nach vier Punkten aus den Partien gegen Hertha BSC und bei Meister Bayern München beruhigen können.

Zuzuschreiben hatten es sich die 05er selbst. „So kann das im Abstiegskampf nicht funktionieren“, klagte Sportdirektor Rouven Schröder. Der 41-Jährige verzichtete trotz aller Enttäuschung auf eine Brandrede, aber der erneute Rückschlag bedarf einer eindeutigen Reaktion. „Wir besprechen die Dinge in Ruhe. Wir müssen uns schütteln und versuchen, es nächste Woche besser zu machen“, sagte er.

Leidenschaft, Kampf, Laufbereitschaft und Einsatz: Das sind die Tugenden, mit denen sich die Mainzer seit ihrem Wiederaufstieg 2009 in mittlerweile 269 Partien von einem Abstiegsplatz ferngehalten haben. Vor den drei letzten Saisonspielen in Hamburg, gegen Eintracht Frankfurt und beim 1. FC Köln ließ die Mannschaft am Samstag aber genau diese Eigenschaften vermissen.

„Wer gedacht hat, dass wir die letzten vier Spiele so durchziehen wie das Berlin-Spiel, der versteht den Fußball nicht. Wir stehen da hinten, weil wir ein Team sind, das Leistungsschwankungen hat, das auch Probleme hat, wenn der Gegner einen anderen Ansatz wählt“, analysierte Schmidt.

Der 05-Trainer musste zugeben, dass er die Gladbacher anders erwartet hatte. „Es war sehr viel der Taktik geschuldet. Du stellst dich auf einen Gegner ein, der bei Ballbesitz sehr gut ist. Wir wollten anlaufen, aggressiv Bälle erobern und umschalten. Plötzlich fliegen die Bälle über uns drüber, so kamen wir nicht in die Zweikämpfe.“

Die auffallend leblose Vorstellung in der ersten Stunde hinterließ auch bei den 05-Fans Spuren. Ohne Aggressivität, Zweikampfstärke und ohne eigene Torchance luden die Mainzer die nach ihrem Europa-League- und Pokal-Aus wahrlich nicht übermäßig selbstbewussten Gladbacher zu den Toren durch Lars Stindl (31.) und Nico Schulz (46.) ein. Der Anschlusstreffer von Yoshinori Muto (89.) fiel viel zu spät.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse