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Klippenspringen: Mainzerin Anna Bader verzichtet auf die risikoreichen Stunts

Anna Bader Foto: Martin Schutt (dpa-Zentralbild) Anna Bader

Bei ihrer spektakulären Flugshow hat Anna Bader diesmal einen ganz besonderen Zuschauer. Töchterchen Roxana ist auf Omas Arm, wenn sich die Klippenspringerin in Budapest aus 20 Metern in die Tiefe stürzt. „Es ist schön, wenn ich sie von oben sehe und winken kann“, sagt die 33-Jährige vom Mainzer SV vor ihrem dritten WM-Start: „Aber für sie sind Sachen, die auf dem Boden liegen, interessanter.“ Zehn Monate ist Roxana alt, sie hat das Leben der Extremsportlerin „auf den Kopf gestellt“. Für sie hat Bader eineinhalb Jahre Pause mit ihrem gefährlichen Sport gemacht – aber nicht aufgehört. „Ich war nie besonders draufgängerisch“, sagt die WM-Dritte von 2013, „ich habe schon immer gut auf mich aufgepasst.“

Einen „normalen“ Beruf hat Bader mittlerweile auch. Ihr Referendariat ist beendet, sie könnte als Lehrerin für Englisch und Erdkunde arbeiten. Doch noch will sie nicht auf die waghalsigen Sprünge bei bis zu 90 km/h verzichten. Weil ihr polnischer Lebensgefährte Kris Kolanus ebenfalls WM-Klippenspringer ist, ist auch ihr Töchterchen immer dabei.

„Wir haben sie von Anfang an mitgenommen – ins Schwimmbad, in die Turnhalle“, erzählt Bader. Auch bei den Wettbewerben fehlt sie nicht. „Sie kennt alle Springer – und hat ganz viele Onkel und Tanten.“ An diesem Freitag (12.30 Uhr) beim ersten WM-Durchgang, wenn Bader mit ihren zehn Konkurrentinnen den Kampf um die Medaillen beginnt, passt ihre Mutter auf die Kleine auf.

Ein wenig spekuliert Bader auch diesmal auf Edelmetall: „Aber es wird sehr, sehr schwer, denn ich verzichte auf die risikoreichsten Stunts.“ Die Kulisse für die akrobatische Flugshow ist spektakulär: Am Batthyany-Platz mitten in Budapest vor dem Parlament und dem Burgberg stürzen sich die Klippenspringer allerdings nicht in die Donau, sondern in ein rundes Becken – sechs Meter tief und 15 Meter breit. „Ich wäre lieber in die Donau gesprungen“, sagt Bader.

Erstmals ist die 33-Jährige nicht die einzige Deutsche bei der WM. Die elf Jahre jüngere Iris Schmidbauer, Wahl-Engländerin aus Pähl am Ammersee, die in Plymouth studiert und trainiert, gibt ihr Debüt. sid

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