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Mit Blick auf 2018

Seit 2014 hatte Mercedes in der Konstrukteurs-Wertung immer die beiden ersten WM-Plätze belegt. Sebastian Vettel kann diese Dominanz im letzten Saisonrennen am 26. November in Abu Dhabi durchbrechen. Die greifbar nahe Vize-Weltmeisterschaft ist ihm freilich nicht genug.
Mutmacher für 2018: Sebastian Vettel genießt seinen Sieg in Brasilien auf dem Podium. Foto: CARL DE SOUZA (AFP) Mutmacher für 2018: Sebastian Vettel genießt seinen Sieg in Brasilien auf dem Podium.
Sao Paulo. 

Sebastian Vettel richtete den Blick nach vorn, weit nach vorn. Sein hart erkämpfter Sieg in Brasilien soll nur der erste Schritt einer langen Reise gewesen sein – für den Ferrari-Piloten hat schon in Sao Paulo die Mission 2018 begonnen. „Wir wollen jetzt auch beim Saisonfinale in Abu Dhabi gut aussehen“, sagt Vettel: „Und dann kommen wir nächstes Jahr zurück, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ferrari muss dominieren. Das ist unser Ziel.“

Es ist viel Trotz dabei, denn die bittere WM-Pleite in diesem Jahr wird Vettel noch eine Weile begleiten. Das ist zu sehen und zu hören. „Es ist immer noch hart“, räumt er ein, „aber wir sehen ja, dass wir stark sind. Und diese Stärke wollen wir in die nächsten Jahre tragen.“

Wie schwierig dieses Unterfangen wird, zeigte indes ausgerechnet das Rennen in Brasilien. Denn Lewis Hamiltons Aufholjagd vom Ende des Feldes auf Rang vier war ein Muskelspiel des Weltmeisters im Mercedes. Gut gelaunt und selbstbewusst verabschiedete sich Hamilton aus Sao Paulo, und einen Tag später feierte ihn nicht nur die englische Presse wie den eigentlichen Sieger dieses Rennens. „Aus tiefster Dunkelheit gelang Hamilton eine der famosesten Fahrten der Formel 1“, schrieb der Telegraph.

Der Brite bewegt sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der „beste Hamilton aller Zeiten“ sei das, sagte der dreimalige Weltmeister Niki Lauda zuletzt, und die Leistung am Rennsonntag in Interlagos unterstrich das. Noch am Samstag hatte er sich im Qualifying seinen ersten groben Fehler des Jahres erlaubt, „und ich wollte Wiedergutmachung“, sagte Hamilton.

Doch so stark er in diesem Jahr auch wirkte und so bitter die Saison für Vettel verlief, so sehr macht sie dem Deutschen Mut. Hamilton ist zwar Weltmeister, aber Vettel fährt in zwei Wochen mit großen Chancen auf den Vize-Titel nach Abu Dhabi, 22 Punkte trennen ihn von Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil.

Und das ist nicht weniger als ein Einschnitt, denn Vettel kann die Mercedes-Dominanz aufbrechen. Seit 2014 hatte das Werksteam mit Hamilton und Nico Rosberg stets souveräne Doppelsiege in der WM-Wertung eingefahren. „Wir haben in diesem Jahr sicherlich eine Chance vergeben“, sagte Vettel mit Blick auf die Pannen bei Ferrari, ohne die der Titel schon möglich gewesen wäre: „Aber man muss anerkennen, welchen Schritt das Team gemacht hat.“

Und auch der Engländer Hamilton blickt schon auf nächste Saison voraus. Er ruft schon das nächste Duell aus: „Es geht weiter mit Seb und mir. Mal sehen, wer als erstes seinen fünften WM-Titel holt.“

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