E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 32°C

FSV Mainz 05: „Mit kühlem Kopf“ in Abstiegskrimi

Der Mainzer Schlussmann René Adler (rechts) rettet in dieser Szene gegen den Mönchengladbacher Thorgan Hazard. Trainer Sandro Schwarz setzt im Endspurt wieder auf den Ex-Nationalspieler. Foto: Huebner/Ulrich (imago sportfotodienst) Der Mainzer Schlussmann René Adler (rechts) rettet in dieser Szene gegen den Mönchengladbacher Thorgan Hazard. Trainer Sandro Schwarz setzt im Endspurt wieder auf den Ex-Nationalspieler.
Mainz. 

René Adler wusste kurz nach dem Abpfiff schon ganz genau, was den FSV Mainz 05 am Samstag beim 1. FC Köln erwartet. „Die werden das zum Spiel des Jahres ausrufen“, sagte der Torhüter des Drittletzten nach dem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach mit Blick auf das „Abstiegs-Endspiel“ beim Vorletzten: „Für uns gilt die alte Weisheit, mit kühlem Kopf und heißem Herzen aufzutreten. Unser Minimalziel ist es, den Abstand zu halten.“

Dieser Abstand beträgt nach dem 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga sechs Punkte und elf Tore. Die Vorzeichen sind klar: Die Kölner wollen nach dem desaströsen Auftritt beim 0:6 bei 1899 Hoffenheim Wiedergutmachung betreiben und bis auf drei Zähler heranrücken. Die Mainzer möchten ihre ordentliche Leistung aus dem Gladbach-Spiel bestätigen und am liebsten mit einem Sieg den Relegationsplatz verlassen.

All das spricht für eine Begegnung mit viel Brisanz. Das weiß auch der Mainzer Sportchef. „Die Kölner werden sicher ihre Chance suchen. Das wird eine große Bewährungsprobe für uns in einer tollen Atmosphäre“, äußerte Rouven Schröder: „Wir müssen uns beweisen und alles reinwerfen.“

Gegen Gladbach haben die Rheinhessen fraglos alles reingeworfen. Doch trotz des großen Aufwands reichte es vor 30 173 Zuschauern nur zu einem Punkt – den der starke Adler am Ende auch noch retten musste. Nach Wochen des Niedergangs und der Selbstzerfleischung innerhalb des Klubs scheinen die Mainzer aber immerhin wieder die richtige Einstellung gefunden zu haben.

„Es gab schon viele Themen in den vergangenen Wochen und Monaten, die zu Reizpunkten geführt haben. Auch deshalb bin ich grundsätzlich mit der Art und Weise der Teamleistung zufrieden“, sagte Kapitän Stefan Bell: „Wir sind in der Pflicht, jede Woche mit dieser Leidenschaft zu spielen.“

Ähnlich sieht es Trainer Sandro Schwarz. „Wir dürfen nicht einen Millimeter von der Schärfe und der Konsequenz abweichen“, äußerte der Coach, dessen Lage heikel bleibt: „Wir haben den Neustart ausgerufen und den ersten Punkt in unserer Endrunde geholt. Jetzt müssen wir dranbleiben.“

Schwarz warnte allerdings davor, die Partie beim FC zu hoch zu hängen. „Dass wir mit einem Sieg in Köln unsere Situation deutlich verbessern können, ist ja nun kein Geheimnis“, sagte der Trainer: „Wir dürfen die Begegnung aber nicht zum Endspiel machen.“ In Köln wird übrigens erneut Adler das Tor der Mainzer hüten. Der Ex-Nationalkeeper („Wer auf dem Platz steht, ist in unserer Situation völlig egal“) hat sich im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten erst einmal gegen Florian Müller und Robin Zentner durchgesetzt. sid

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen