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Handball-WM: Mit wenig Freude ins Achtelfinale

Die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler verpasst bei der Heim-WM ganz knapp den dritten Erfolg im dritten Spiel.
Zu früh gefreut: Svenja Huber beim Remis gegen Serbien. Foto: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild) Zu früh gefreut: Svenja Huber beim Remis gegen Serbien.
Leipzig. 

Der Jubel-Tanz der deutschen Handballerinnen nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Heim-Weltmeisterschaft blieb aus. Zwar löste die DHB-Auswahl durch das 22:22 (9:11) gegen Serbien vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde, doch der späte Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss drückte auf die Stimmung. „Die letzte Aktion tat weh. Deshalb fühlt es sich ein wenig wie eine Niederlage an“, sagte die erneut starke Torfrau Katja Kramarczyk. „Wir wollten gewinnen. Das Beste ist daher der Achtelfinaleinzug.“

Immerhin blieb das Team des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auch im dritten Turnierspiel ungeschlagen und hat mit 5:1 Punkten im Kampf um den Gruppensieg weiter alle Trümpfe in der Hand. Bundestrainer Michael Biegler spendete seinen Spielerinnen daher Trost. „Natürlich sind sie enttäuscht, dass sie sich nicht belohnen konnten. Und natürlich kann es sein, dass es sich für sie nicht so gut anfühlt. Aber wir haben den Sieg nicht aus der Hand gegeben, sondern heute den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gemacht“, sagte Biegler.

Die Gefühlslage bei den DHB-Frauen war jedoch eine andere, nachdem sie kurz vor dem Ende bei eigener Führung noch im Ballbesitz gewesen waren. „Wir sind generell enttäuscht“, sagte Kapitänin Anna Loerper. „Am Ende müssen wir die knappe Führung 30 Sekunden vor Schluss besser über die Bühne bringen.“

Ähnlich sah das Svenja Huber, die vor 3871 Zuschauern in Leipzig mit fünf Treffern beste Werferin ihres Teams war: „Wir geben den letzten Angriff aus der Hand, nachdem wir uns super zurückgekämpft haben. Wir müssen wohl noch konstanter werden, wissen aber auch, dass wir uns in ein Spiel zurück kämpfen können.“ Nächster Gegner ist heute (18 Uhr) der noch punktlose Gruppenletzte China, gegen den nur zwei Punkte zählen. „Da muss ein Pflichtsieg her“, sagte Rechtsaußen Huber. Zum Abschluss der Vorrunde geht es am Freitag gegen den WM-Zweiten Niederlande, der wie die DHB-Auswahl und Serbien schon für das Achtelfinale qualifiziert ist.

Anders als beim Sieg gegen Südkorea war das Biegler-Team in der Anfangsphase hellwach. Nach einem Raketenstart zum 5:1 (9.) nahm der WM-Zweite von 2013 eine frühe Auszeit und dem DHB-Team damit etwas den Wind aus den Segeln. „Nach dem starken Start haben wir uns verunsichern lassen“, monierte Biegler. Gegen die fortan aggressiver deckenden Serbinnen gab es kaum noch ein Durchkommen. Beim 7:7 (18.) war die Partie wieder auf Null gestellt.

Nun reagierte Biegler mit einer Auszeit, die aber nicht den erhofften Effekt zeigte. Vielmehr geriet der WM-Gastgeber beim 8:9 (23.) erstmals in Rückstand, der bis zur Pause auf zwei Tore anwuchs. Das konnte auch Ausnahmetalent Emily Bölk, die nach ihrer im Training erlittenen Fußverletzung erstmals im Kader stand, bei ihrem WM-Debüt nicht verhindern. Die 19-Jährige vom DHB-Pokalsieger Buxtehuder SV kam in der 26. Minute auf das Parkett, vermochte bei ihrem Kurzauftritt in der Offensive aber noch keine Akzente zu setzen.

Nach dem Wechsel gelang den Biegler-Ladies zwar schnell der Ausgleich, doch Serbien stellte umgehend wieder den Zwei-Tore-Abstand her. Zwölf Minuten vor Schluss gelang endlich der Ausgleich. Nun war Feuer in der Partie – auch wenn die Fehlerquote im deutschen Team unverändert hoch blieb. In der dramatischen Schlussphase konnte sich keine Mannschaft mehr einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

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