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Nach Sieg über Mischa Zverev: Federer im Viertelfinale

Dem Rasen-Turnier in Stuttgart bleibt die größte Attraktion erhalten. Roger Federer verhinderte ein frühes Aus gegen Mischa Zverev. Der Neuanfang auf Rasen ist dem Schweizer trotz Problemen diesmal geglückt. Nur noch ein deutscher Profi ist dabei.
Maximilian Marterer aus Deutschland spielt gegen den Kroaten Viktor Galovic eine Rückhand. Foto: Marijan Murat Bilder > Foto: dpa Maximilian Marterer aus Deutschland spielt gegen den Kroaten Viktor Galovic eine Rückhand. Foto: Marijan Murat
Stuttgart. 

Nach seinem geglückten Comeback gegen Mischa Zverev pustete Tennis-Topstar Roger Federer erst einmal erleichtert durch.

„Es war knapp. Der erste Satz war ziemlich frustrierend. Ich habe mich rausgekämpft”, sagte der Rekord-Grand-Slam-Sieger, als er nach seinem Achtelfinal-Erfolg in Stuttgart von seinem Tennis-Outfit zu einer schwarzen Jogginghose und einem weißen T-Shirt gewechselt hatte. Serve-and-Volley-Spezialist Mischa Zverev forderte den Publikumsliebling bei dessen erstem Auftritt seit 81 Tagen beim 6:3, 4:6, 2:6 zwar erheblich, unterlag aber auch im sechsten Duell.

„Ich habe eigentlich ganz ok gespielt. Ich habe wenigstens mal einen Satz gegen Roger gewonnen”, bilanzierte der 30-jährige Hamburger. Weil sich neben dem Bruder von Alexander Zverev auch der baldige Tennis-Rentner Florian Mayer und Talent Rudolf Molleker verabschiedeten, ist von den anfangs sieben gestarteten deutschen Profis nur noch einer dabei: Paris-Achtelfinalist Maximilian Marterer trifft am Donnerstag auf den australischen Mitfavoriten Nick Kyrgios.

Anders als im Vorjahr blieb dem mit 729 340 Euro dotierten Turnier immerhin das frühe Aus des Topgesetzten erspart: Obwohl Federer die fehlende Spielpraxis anzumerken war und ihm Gedanken an sein Auftakt-Aus in Stuttgart gegen Tommy Haas vor einem Jahr im Kopf spukten, löste der Schweizer die knifflige erste Aufgage nach der freiwillig ausgelassenen Sandplatz-Saison. Für ihn geht es am Freitag gegen den Argentinier Guido Pella oder den Inder Prajnesh Gunneswaran um den Einzug ins Halbfinale. Mit dem Erreichen des Endspiels am Weissenhof würde der Schweizer den Spanier Rafael Nadal als Nummer eins der Weltrangliste ablösen.

„Ich kann jetzt ziemlich glücklich sein mit diesem Comeback. Wir werden sehen, wie viel Selbstvertrauen ich aus dem Spiel ziehen kann. Ich glaube nicht sehr viel. Der Rhythmus ist noch nicht so da”, sagte Federer. Gegen den Weltranglisten-54. Mischa Zverev wirkte der Rekord-Grand-Slam-Sieger teils unsicher und zunächst unzufrieden.

Missbilligend schüttelte er den Kopf, als er Mitte des ersten Satzes eine relativ einfache Vorhand seitlich ins Aus schlug. Mit einem Volley-Fehler überließ er dem Davis-Cup-Spieler dann das erste Break. Zverev ging mit 5:3 in Führung und sicherte sich vier Punkte später seinen ersten Satzgewinn gegen den Topstar überhaupt. Ab dem zweiten Satz steigerte sich der Favorit. „Ich denke, das ist das Positive, dass ich nicht den Kopf hängen lassen habe”, sagte Federer.

Für die deutschen Profis verlief der dritte Turniertag dagegen wenig erfreulich. Der Bayreuther Mayer beendete seinen letzten Auftritt auf dem Weissenhof mit einem 3:6, 4:6 gegen den Usbeken Denis Istomin. Der erst 17-jährige Molleker aus dem brandenburgischen Oranienburg musste sich im Achtelfinale dem französischen Vorjahressieger Lucas Pouille 3:6, 4:6 geschlagen geben.

Nur Marterer schaffte nach anfänglichen Problemen mit dem 3:6, 6:4, 6:1 einen Erfolg gegen den kroatischen Außenseiter Viktor Galovic. Nach den Regenverzögerungen der letzten Tage zog der 22-Jährige, der bei den French Open überrascht hatte, aber erst in die Runde der besten 16 ein. „Ich habe mich ein bisschen wie eingerostet gefühlt”, räumte er nach seinem ersten ATP-Erfolg auf Rasen ein.

(Von Kristina Puck, dpa)
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