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BR Volleys: Nach dem 20. Meistertitel ist für Moculescu Schluss

Mitte Februar übernahm Trainerfuchs Stelian Moculescu bei den kriselnden BR Volleys das Zepter, nur zwölf Wochen später machen die Berliner den Titel-Hattrick perfekt.
Berlins Trainer Stelian Moculescu mit Meisterschale Foto: Wuechner / Eibner-Pressefoto (imago sportfotodienst) Berlins Trainer Stelian Moculescu mit Meisterschale
Friedrichshafen. 

Stelian Moculescu lächelte verschmitzt. „Das ist meine Halle hier“, sagte der Meistertrainer nach seinem großen Coup. In einer dramatischen Finalserie hatte der 67-Jährige die Berlin Recycling Volleys zum Titel-Hattrick in der Bundesliga geführt – ausgerechnet in seiner alten Heimat beim VfB Friedrichshafen.

Stelu, wie sie ihn am Bodensee liebevoll nennen, feierte mit den „Häflern“ seine größten Erfolge, doch seinen 20. Meistertitel holte er mit dem Erzrivalen aus Berlin. „Die DNA hatten wir schon entschlüsselt, und zu Hause hätten wir es auch schon fast gehabt. Dann haben wir es jetzt halt hier geschafft“, sagte Moculescu nach dem souveränen 3:0 (25:20, 25:17, 25:22) im entscheidenden fünften Spiel.

Das „perfekte Spiel“

Dabei standen die Vorzeichen für den dritten Meistertitel in Folge denkbar schlecht. Die Berliner verspielten eine 2:0-Führung in der Best-of-five-Serie, Hauptrundensieger Friedrichshafen hatte nach der Aufholjagd zum 2:2 das Momentum und den Heimvorteil auf seiner Seite. Doch am Mittwochabend war gegen die überragenden Berliner kein Kraut gewachsen.

„Wir haben einen Zehn-Wochen-Plan gemacht und das wirklich abgearbeitet. Wir hatten ja schwere Zeiten, als ich herkam, viel Unruhe. Ein bisschen kenne ich mich in dem Spiel ja aus, und die Leute haben dann angefangen, mir zu glauben“, sagte Moculescu. Im richtigen Moment habe seine Mannschaft das „perfekte Spiel“ gemacht.

VfB-Coach Vital Heynen, wie Moculescu früherer Nationalcoach, musste sich erneut geschlagen geben. „Es war ein super Jahr. Es fehlte nur ein Schritt, um die Kirsche auf die Torte zu bringen“, sagte Heynen, der seinen langjährigen Kapitän Simon Tischer in den Ruhestand verabschiedete.

Moculescu nutzte die Gelegenheit, die größten Erfolge mit Tischer Revue passierten zu lassen. Gemeinsam hatten die beiden mit Friedrichshafen 2007 die Champions League gewonnen, für den gebürtigen Rumänen mit dem süddeutschen Akzent der größte Erfolg seiner Karriere. „Ich habe viele Leute hier geprägt. Ich freue mich, dass er und ich uns zur gleichen Zeit zurückziehen“, sagte Moculescu, der mit Berlin wohl seine letzte Meisterschaft feierte. „Auf der Bank sieht mich keiner mehr“, sagte der Trainer-Guru.

Im Sommer 2016 hatte der kauzige Trainer seine Karriere in Friedrichshafen schon einmal beendet. Er genoss die Zeit mit der Familie, besonders mit den mittlerweile sieben Enkelkindern. Diesmal soll endgültig Schluss sein.

(sid,dpa)

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