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Der Trophäensammler: Novak Djokovic holt seinen 14. Grand-Slam-Titel

Novak Djokovic dominiert nach seiner überstandenen Verletzung wieder die Tenniswelt. Mit dem 14. Grand-Slam-Titel holt er bei den US Open sein Idol ein. Final-Verlierer Juan Martin del Potro traut seinem Freund noch viel mehr zu.
Und noch eine Trophäe für Novak Djokovic. Foto: Juergen Hasenkopf (imago sportfotodienst) Und noch eine Trophäe für Novak Djokovic.

New York Tränen vergoss nur der Verlierer. Novak Djokovic sammelt die wichtigsten Tennis-Trophäen hingegen wieder mit alter Selbstverständlichkeit und hat längst nicht genug. Mit dem 14. Grand-Slam-Titel holte der Serbe bei den US Open sein Idol Pete Sampras ein, nur Roger Federer und Rafael Nadal liegen noch vor dem 31-Jährigen. „Novak hat alles, um Rekorde in diesem Sport zu schaffen“, sagte der unterlegene Juan Martin del Potro.

Zwar musste Djokovic über 3:16 Stunden gegen seinen argentinischen Freund härter arbeiten, als es das 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 am Ende aussagte. Doch nach seiner überstandenen Ellbogenverletzung holte der Wimbledonsieger geschlechterübergreifend als Einziger im Tennis in diesem Jahr zwei Grand-Slam-Titel. „Die vergangenen beiden Monate waren fantastisch“, resümierte Djokovic.

Der 37-jährige Federer führt in der ewigen Rangliste mit 20 Grand-Slam-Titeln vor dem 32-jährigen Nadal, der 17 hat. „Vor zehn Jahren hätte ich gesagt, ich bin nicht so glücklich, Teil der Ära mit Nadal und Federer zu sein. Heute bin ich es“, erklärte Djokovic und lobte sie als große Champions auf dem Platz und jenseits davon. Am liebsten wäre dem einstigen Weltranglisten-Ersten gewesen, sein Vorbild Sampras wäre bei der Siegerehrung dabei gewesen. „Pete, ich liebe Dich, Du bist mein Idol“, rief Djokovic am Ende eines verregneten Sonntags durch das geschlossene Arthur-Ashe-Stadium, wo einst auch Sampras triumphierte.

Nur eines der vergangenen 23 Matches hat der einstige Schützling von Boris Becker verloren. Dabei brachte er es fertig, als erster Spieler alle Masters-Turniere mindestens einmal gewonnen zu haben. Der Familienvater ist wieder auf Titeljagd, nachdem er im Anschluss an den ersehnten French-Open-Triumph 2016 und den Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere nacheinander einen Leistungsknick und dann eine lange Zwangspause erlebte.

Je einen Satz in der ersten und zweiten Runde gab Djokovic ab, danach schuftete er sich bei Hitze und Feuchtigkeit makellos ins Finale und dort in einem Hallenmatch zum Sieg. Auch Del Potro arbeitete sich neun Jahre nach seinem US-Open-Triumph am Defensivkünstler aus Belgrad ab. Getröstet wurde Del Potro von den Sympathien der Zuschauer, „Die Zuneigung des Publikums ist genauso viel wert wie diese Trophäe“, sagte er, bevor Djokovic den silbernen Siegerpokal überreicht bekam.

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