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Ødegaard beendet U21-Erfolgsserie - Kuntz: „Tut weh”

Die erste Niederlage in der EM-Quali seit mehr als sieben Jahren ärgert die deutsche U21. Das 1:3 gegen Norwegen ist unnötig - und könnte die Qualifikation für die EM 2019 komplizierter machen.
Martin Ødegaard erzielte ein Tor und eine Vorlage gegen die deutsche U21. Foto: Jon Olav Nesvold Martin Ødegaard erzielte ein Tor und eine Vorlage gegen die deutsche U21.
Drammen. 

An die Begegnung mit Norwegens Megatalent Martin Ødegaard wird sich der deutsche U21-Kapitän Jonathan Tah nicht gerne zurückerinnern.

„Wenn man ihm Platz lässt, ist er überragend”, sagte der Innenverteidiger von Bayer Leverkusen nach dem 1:3 (1:1) der deutschen U21-Fußballer in der EM-Qualifikation gegen Norwegen und der ersten Quali-Niederlage für den DFB-Nachwuchs nach mehr als sieben Jahren. Der 18 Jahre alte Ødegaard war mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblich am verdienten Sieg der Skandinavier beteiligt.

Vor allem in der zweiten Halbzeit ließ die deutsche Abwehr dem Offensivspieler, der derzeit von Real Madrid an den SC Heerenveen ausgeliehen ist, zu viel Platz. „Zum Schluss war es auf jeden Fall eine verdiente Niederlage”, gab Nationaltrainer Stefan Kuntz zu. Mit dem 1:3 verlor die DFB-Auswahl in der EM-Qualifikation erstmals nach zuvor 16 Siegen in Serie wieder. Die Niederlage könnte auch den Weg zur EM 2019 und der angestrebten erfolgreichen Titelverteidigung verkomplizieren, da sich nur der Gruppenerste direkt qualifiziert.

Dabei erwischte die Kuntz-Elf ohne die U21-Europameister Nadiem Amiri, Levin Öztunali und Mahmoud Dahoud eigentlich einen guten Start in die Partie. Der Nürnberger Cedric Teuchert brachte das Team in Führung (31. Minute). „Bis zum 1:0 haben wir sehr, sehr viel richtig gemacht. Die Taktik ist aufgegangen, wir haben dann auch immer größere Torchancen rausgespielt”, urteilte Kuntz. „Es tut weh, dass wir das Spiel im Griff hatten und es aus der Hand gegeben haben.”

Vom aggressiven Pressing und der Zweikampfstärke der Norweger ließ sich die DFB-Elf mit zunehmender Spieldauer immer mehr beeindrucken. „Wir haben uns nicht dagegen gewehrt, so haben wir das Spiel aus der Hand gegeben”, sagte Außenverteidiger Benjamin Henrichs. Abwehrchef Tah gab zu: „Das haben sie einfach gut gemacht, wir haben uns davon vielleicht ein bisschen zu sehr beeindrucken lassen.”

Einen Vorwurf wollte Kuntz seiner jungen Elf, die nach dem EM-Triumph mitten im Umbruch steckt, jedoch nicht machen. „Uns haben einige Führungsspieler gefehlt, die gerade in solchen engen Spielen und Situationen den Unterschied machen können”, sagte er. „Wir können nicht verlangen, dass Spieler, die teilweise zum ersten Mal auf dem Platz miteinander standen, immer die richtigen Antworten haben. Das gehört zu so einer Entwicklung mit dazu, dafür ist die U21 auch da.”

Nach zwei Auftaktsiegen gegen Kosovo und Aserbaidschan und dem 1:3 gegen Norwegen steht die Kuntz-Elf mit sechs Zählern auf dem zweiten Platz der Quali-Gruppe fünf. Im November stehen bereits die Partien in Aserbaidschan und in Irland an. „Klar hätten wir am liebsten gewonnen, aber wir schauen jetzt nach vorne auf die nächsten Spiele”, sagte Torschütze Teuchert. Nationaltrainer Kuntz prophezeite: „Die Niederlage wird uns in unserer Entwicklung weiterbringen.”

(Von Miriam Schmidt, dpa)
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