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Offiziell: Hradecky geht nach Leverkusen

Von Torwart Lukas Hradecky wechselt wie erwartet von der Frankfurter Eintracht zu Bayer Leverkusen. Der Finne unterschrieb bei der Werkself einen Fünfjahresvertrag und tritt die Nachfolge von Bernd Leno an.
Lukas Hradecky stand im Pokalfinale in Berlin letztmals für die Frankfurter Eintracht zwischen den Pfosten. Foto: Revierfoto (imago sportfotodienst) Lukas Hradecky stand im Pokalfinale in Berlin letztmals für die Frankfurter Eintracht zwischen den Pfosten.
Frankfurt. 

Das tut jedem Eintracht-Fan weh: Am Mittwoch hat Bayer 04 Leverkusen die Verpflichtung von Lukas Hradecky (28) bekanntgegeben. Hradecky geht ablösefrei aus Frankfurt und hat in Leverkusen einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Eine Überraschung war das nicht, denn seit Wochen war klar, dass der Finne die Eintracht verlassen würde. Obwohl die Frankfurter um Sportvorstand Fredi Bobic alles versucht hatten, ihn zum Bleiben zu bewegen, war es in mehreren Verhandlungen zu keiner Einigung gekommen. Bei Bayer kann Hradecky bis zu drei Millionen Euro pro Saison verdienen, bei solchen Summen konnte die Eintracht nicht mithalten.

Die Frankfurter haben mit dem dänischen Nationaltorwart Frederik Rönnow, der wie Hradecky von Bröndby IF (Ablösesumme: Drei Millionen Euro) kommt, aber schon einen Nachfolger verpflichtet. In Leverkusen soll Hradecky Nachfolger von Bernd Leno werden. Der Nationalspieler wird gehen, sein neues Ziel ist noch nicht bekannt.

„Wir sind sehr froh, uns mit einem herausragenden Torwart verstärkt zu haben“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, „er ist ein ausgezeichneter Bundesliga-Schlussmann, verfügt als Nationalspieler auch international über große Erfahrung und hatte in Frankfurt den Status eines absoluten Führungsspielers.“ Hradecky hat in seinen drei Jahren am Main 101 von möglichen 102 Ligaspielen für die Eintracht bestritten. Der Vertrag in Leverkusen war schon vor einiger Zeit, lange vor dem Pokalendspiel, unterschrieben worden. Seit Dienstag ist Hradecky im Urlaub in seiner finnischen Heimat. „Endlich mal kein Alkohol mehr“, sagte er gestern. Hradecky hatte den Pokalsieg ganz besonders intensiv gefeiert. Über seinen neuen Arbeitgeber spricht er voller Hochachtung: „Bayer 04 ist ein Aushängeschild der Bundesliga, die Mannschaft spielt schönen, offensiven Fußball und ist Stammgast im Europapokal.“ Dass es in der Europa-League sogar zu einem direkten Duell mit der Eintracht kommen könnte, freilich erst in der K.o.-Runde im neuen Jahr, ist eine pikante Folge des Wechsels.

Nur ein Zugang bislang

In Frankfurt gehen die Verantwortlichen mit der aktuellen Hektik auf dem Transfermarkt gelassen um. Neben Rönnow gibt es noch keinen weiteren Neuzugang. Gesucht werden Spieler für alle Mannschaftsteile. Der zuletzt genannte Innenverteidiger Dominique Heintz vom 1. FC Köln ist kein Kandidat mehr, da er sich dem SC Freiburg anschloss. Sportvorstand Fredi Bobic ist gerade von einem USA-Trip zurückgekehrt und wird nun einige Gespräche forcieren.

Der neue Trainer Adi Hütter steht mit Young Boys Bern am Sonntag im Schweizer Pokalfinale gegen den FC Zürich. Anfang nächster Woche wird er dann nach Frankfurt kommen und offiziell vorgestellt. Derweil gibt es Gerüchte, Hütter könnte von den Young Boys den 24 Jahre alten Angreifer Christian Fassnacht mitbringen. Auch der HSV soll an dem Spieler Interesse bekundet haben.

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