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Kickers Offenbach: Oliver Reck zum Abschied gefeiert

Oliver Reck. Foto: Arne Dedert/Archiv Oliver Reck.
Offenbach. 

Fußballerisch sind die Offenbacher Kickers von der Regionalliga-Spitze inzwischen meilenweit entfernt. Ihr Publikum ist aber weiter erstligatauglich. Nach einer Leistung wie am Freitag beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart II gab es kein gellendes Pfeifkonzert, sondern langanhaltende Begeisterungsstürme. Nach dem letzten Saison-Heimspiel wurde nicht nur die Mannschaft, sondern allem der scheidende Trainer Oliver Reck gefeiert. Da ging selbst der sonst meistens kühl wirkende 52-Jährige aus sich heraus – nachdem er die Partie zuvor noch lethargisch verfolgt hatte. Als die Spieler sofort nach dem Abpfiff zu den Fans eilten, folgte er zunächst zögerlich. Als wäre er unsicher, wie die Reaktion ausfällt. Als dann „Oli, Oli“-Rufe aufkamen und Plakate mit „Danke Oli“ gezeigt wurden, taute der frühere Nationalspieler auf. Er winkte, schüttelte Hände, klatschte ab, zeigte den Fans strahlend den nach oben gerichteten Daumen. „Es wurde immer rein interpretiert, ich hätte Probleme mit den Fans. Die gab es nie. Die Leute haben meine Leistung, die ich hier gebracht hatte, anerkannt“, sagte Reck hinterher.

Bei der Pressekonferenz wirkte der Coach nicht ganz so locker. Sein Statement wirkte eher wie eine Spitze gegen die Führungsetage, die seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängerte. „Es war eine schöne Zeit in Offenbach, wo ich mein ganzes Fachwissen und Know-how eingebracht habe. Ich habe dem OFC auch mit einem mittleren fünfstelligen finanziellen Betrag geholfen, habe das Trainingslager mitfinanziert. Ich möchte mich bei zwei Adressaten bedanken: Beim tollen Publikum und bei den ehrenamtlichen Helfern.“

Die Spieler bedauerten, den Fans nicht ein besseres letztes Heimspiel geboten zu haben. Und sie bedauerten offenbar, dass sie ihren Trainer verlieren. „Er hat es gut gemacht. Wir können kein negatives Wort zu ihm sagen“, sagte Verteidiger Jan-Hendrik Marx.

(löf)

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