E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Zwischenbilanz: Olympia: Darum ist Deutschland so erfolgreich

Noch drei Starts von Laura Dahlmeier, dazu die Skispringer, Nordischen Kombinierer und die Bobfahrer: Deutschland hat noch einige heiße Eisen im Feuer.
Natalie Geisenberger gewann Gold im Rodeln. Foto: Tobias Hase Natalie Geisenberger gewann Gold im Rodeln.

Der erste Tag in Pyeongchang ohne deutsche Medaille konnte die Stimmung im „Team D“ nicht trüben. „Es ist unglaublich, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wir haben diese Flut an Medaillen nicht erwartet“, sagte Rodel-Olympiasieger Tobias Arlt gestern: „Wir sind sehr stolz auf das Team.“

Mit neun Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen gehen die deutschen Athleten als souveräne Spitzenreiter in den achten von 16 Wettkampftagen in Pyeongchang. Wie gut die Halbzeitbilanz ist, zeigt der Vergleich mit Turin 2006, als ein deutsches Olympia-team zum bislang letzten Mal die Medaillenwertung gewonnen hat: Damals standen sechsmal Gold, sechsmal Silber und dreimal Bronze zu Buche.

Olympia "Team Deutschland" landet in Frankfurt

clearing

Die Goldbilanz der kompletten Spiele von Sotschi (8/6/5) hatte „Team D“ in Pyeongchang bereits am sechsten Wettkampftag überboten. DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezeichnete die erste Woche am Freitag als „rundum gelungen“. Es sei „schön, eine solche Entwicklung zu sehen“, sagte Hörmann. „Wir haben unmittelbar nach Sotschi unsere Hausaufgaben noch besser und professioneller gemacht. Und wenn dann auch noch das berühmte Quäntchen Glück dazukommt, und das hatten wir an der ein oder anderen Stelle, dann kommt eben ein solches Ergebnis zustande“, sagte Hörmann.

Warnung von Sotschi

Auf der Suche nach Gründen für den Goldrausch misst Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig dem Wohlfühlfaktor einen großen Anteil bei. „Die Athletinnen und Athleten haben ihre Chancen bislang in beeindruckender Art und Weise genutzt. Aber es wird möglicherweise auch den Tag geben, an dem das nicht klappt – was auch Normalität wäre“, sagte Schimmelpfennig. Und prompt ging sein Team am Freitag leer aus. Um so mehr sollte „Team D“ gewarnt sein. Auch in Sotschi war die deutsche Mannschaft in der ersten Woche stark unterwegs gewesen – und dann total eingebrochen.

In Pyeongchang sind an den Wettkampftagen zehn bis 16 vom Papier her ebenfalls weniger deutsche Favoriten am Start als in der ersten Woche.

Aber freilich gibt es viele Chancen auf weiteres Edelmetall. Noch drei Biathlonstarts stehen für Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier an. Heute im Massenstartrennen (12.15 Uhr/), am Dienstag in der Mixed-Staffel und am Donnerstag in der Frauen-Staffel. Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille zählt die siebenfache Weltmeisterin bereits zu den Stars der Spiele. Das historische Gold-Triple hat sie verpasst – noch. Sie hat drei Versuche, um zu den ganz Großen aufzuschließen. Dreimal Gold bei einem Olympia-Event waren zuvor nur dem Allgäuer Michael Greis 2006 in Turin und der Weißrussin Darja Domratschewa vor vier Jahren in Sotschi gelungen. Nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen ist noch besser. 2002 in Salt Lake City gewann er in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel Gold.

Die deutschen Männer, die mit dem Olympiasieg von Arnd Peiffer im Sprint und Bronze von Benedikt Doll in der Verfolgung stark begonnen haben, sind für weitere Überraschungen im Massenstart (Sonntag), der Mixed-Staffel (Dienstag) und der Staffel am Freitag gut.

Auch die Skispringer können die überragende deutsche Zwischenbilanz heute (13.30 Uhr) im Einzel und am Montag im Teamspringen von der Großchance verbessern.

In der Nordischen Kombination von der Großschanze am Montag führt der Erfolg nur über Eric Frenzel, der auf der kleinen Anlage bereits triumphierte, und den Oberstdorfer Johannes Rydzek.

Schließlich sind die deutschen Bobpiloten als Medaillenlieferanten eingeplant. Im Zweierbob (Entscheidung am Montag ab 12.15 Uhr) ist den drei Gefährten mit den Piloten Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Nico Walther alles zuzutrauen. Den Schlusspunkt wollen am nächsten Sonntag (25. Februar) Lochner, Friedrich und Walther im Viererbob setzen und peilen eine Medaille an.

Heute greift erstmals auch US-Star Lindsey Vonn ins Geschehen ein. Wegen Knieproblemen hatte die beste Skifahrerin aller Zeiten auf Einsätze in der ersten Woche verzichtet. Im heutigen Super-G, in der Abfahrt am Mittwoch und im Super-G am Freitag will die Blondine noch zum Star der Spiele avancieren.

Zur Startseite Mehr aus Sport

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen