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Leichtathletik: Olympia-Fünfte Schäfer zurück zur Eintracht

Von In Frankfurt hat Carolin Schäfer ohnehin die ganze Zeit trainiert. Nun trägt die Siebenkämpferin auch wieder den Eintracht-Adler auf der Brust – und will damit ihren Weg nach oben fortsetzen.
Startet bald wieder für Frankfurt: Carolin Schäfer. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Startet bald wieder für Frankfurt: Carolin Schäfer.
Frankfurt. 

Die Siebenkämpferin Carolin Schäfer kehrt zurück zu Eintracht Frankfurt – also zu dem Verein, den sie zum 1. Januar 2015 in Richtung ihres Heimatvereins TV-Friedrichstein Alt-Wildungen verlassen hatte. Die Rückkehr der verlorenen Tochter hat, zumindest sportlich, nichts Dramatisches. Die 24-jährige Olympia-Fünfte hat die ganze Zeit in Frankfurt, wo sie auch wohnt, trainiert. „In meinen Augen ändert sich gar nichts“, meint Trainer Jürgen Sammert, der die Eintracht-Mehrkämpfer unter seinen Fittichen hat. „Eine Änderung gibt es aber tatsächlich: Ich habe ab dem Neujahrstag wieder den Adler auf der Brust“, sagt Schäfer selbst, die Sammerts Gruppe stets treu geblieben ist – auch in anderen Farben auf dem Trikot.

Der Vereinswechsel der vor zwei Jahren schon als Supertalent geltenden Schäfer schlug in Leichtathletik-Kreisen hohe Wellen. „Schuld waren Einflüsse von außen. Sie wurde damals von einem Manager vertreten, der am Telefon ein finanzielles Angebot von mir haben wollte. Das habe ich abgelehnt. Ich will grundsätzlich nicht mit Managern reden, die mit Leichtathletik und den Sportlern Geld verdienen wollen, sondern direkt mit den Beteiligten“, erklärt Eintracht-Abteilungsleiter Wolfgang Tröger.

So lief es auch jetzt ab. Carolin Schäfer wird zwar von einer Vertrauten gemanagt, die Gespräche mit der Eintracht führte sie aber selbst. „Wir sind nicht auseinander gegangen, weil es nicht gepasst hätte. Wir waren ständig im Kontakt. Ich sprach sie an, Caro nahm sich eine Bedenkzeit. Wir freuen uns, dass sie zu uns zurückkehrt. Sie ist eine Athletin mit hervorragender Perspektive“, sagt Tröger.

Für Schäfer ging es um ihre Zukunftspläne. „Für die nächsten Jahre habe ich mir ehrgeizige Ziele gesetzt. Dazu brauche ich ein professionelles Umfeld.“ Nachdem sie in diesem Jahr die Combined Challenge des Weltverbandes IAAF, in der die drei besten Siebenkämpfe der Saison zusammen gezählt werden, gewann und einen Schnitt von 6500 Punkten pro Siebenkampf erzielte, will sie in der kommenden Saison mit der WM in London als Höhepunkt ihre Bestleistung auf 6650 Zähler steigern.

„2015 habe ich die Weltspitze erreicht, 2016 mich dort etabliert. Jetzt will ich die Medaillenränge attackieren. Das ist nur in einem Team zu erreichen, wie ich es in Frankfurt vorfinde“, betont Carolin Schäfer. Nach den für sie erfolgreichen Sommerspielen Rio des Janeiro hat sie zweieinhalb Monate frei gemacht. Seitdem trainiert sie wieder täglich. Den Hallen-Fünfkampf will sie diesen Winter auslassen: „Vielleicht ein paar Einzeldisziplinen. Oder ich entscheide mich für gar keinen Hallenstart und werde mich nur auf den Sommer vorbereiten.“

Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Technik-Feinheiten. „Das größte Punktepotential sehe ich noch im Weit- und Hochsprung sowie über 800 Meter“, erklärt Schäfer. An einem aber soll sich im vertrauten neuen Trikot nichts ändern: „Ich bin eine ausgewogene Siebenkämpferin, deren Stärke ist, dass es keine schwache Disziplin gibt.“

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