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Wiesbadener Kurhaus: Olympische Ballnacht: Hessens Sportler des Jahres

Von Im Wiesbadener Kurhaus stoßen 2000 Gäste auf die jüngsten Erfolge an und werden auf die Winterspiele 2018 eingestimmt.
Erfolg im Doppelpack: Carolin Schäfer und Jürgen Sammert. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Erfolg im Doppelpack: Carolin Schäfer und Jürgen Sammert.
Wiesbaden. 

Dreieinhalb Wochen ist es her, aber Alexander Wieczerzak kommt es vor wie gestern. Denn seit der Frankfurter bei den Judo-Weltmeisterschaften Ende August in Budapest die Matte als Sieger verließ, reißt die Flut an Glückwünschen nicht ab. „Und das ist schön so“, sagt der 26-Jährige.

Seit Samstagabend gibt es einen weiteren Grund dafür, dem Sonnyboy die Hand zu schütteln. Im Kurhaus von Wiesbaden wurde der Kampfsportler bei der 16. Olympischen Ballnacht zu Hessens Sportler des Jahres gekürt. Dank Nachberufung. Denn eigentlich war die Versendung der Wahlunterlagen schon erfolgt, als Wieczerzak seinen Titel gewann. Doch außergewöhnliche Ereignisse erfordern auch entsprechende Maßnahmen, und so konnte sich die Mehrheit der angefragten Sportredaktionen im Land doch noch für den Lokalmatador vom JC Wiesbaden aussprechen.

Ganz oben: Weltmeister Alexander Wieczerzak. Bild-Zoom Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser)
Ganz oben: Weltmeister Alexander Wieczerzak.

Der Athlet selbst war glücklicherweise gut vorbereitet. Die goldene Fliege, die er trug, hatte er sich schon im vergangenen Jahr besorgt. Mit einer Neuausstattung wäre es eng geworden, denn Wieczerzak war gerade erst und früher als geplant aus seinem Urlaub auf den Malediven zurückgekommen. Die besondere Ehrung war ihm das wert gewesen.

Andere gaben der Pflicht Vorrang. Die United Volleys Rhein-Main etwa, nach ihren dritten Plätzen in der Bundesliga und dem europäischen CEV-Pokal zur Mannschaft des Jahres erwählt, befinden sich nach ihrer zweiten erfolgreichen Saison schon wieder in der Vorbereitung auf die nächste. So standen die Volleyballspieler bei einer Testpartie im saarländischen Bliesen, die sie 3:0 gewannen, am Netz und nur ihr Trainer Michael Warm sowie die beiden Geschäftsführer Henning Wegter und Jörg Krick auf der Bühne im Friedrich-von-Thiersch-Saal.

Die übrigen Ausgezeichneten waren alle gekommen, neben Behindertensportlerin und Skirennläuferin Noemi Ristau auch Siebenkämpferin Carolin Schäfer, die erst am heutigen Montag ihren mit WM-Silber verdienten Strandurlaub in Holland antritt. Die Frankfurterin durfte im Doppelpack mit ihrem Coach Jürgen Sammert vor die 2000 Ballgäste treten; die beiden räumten die Titel der Sportlerin und des Trainers des Jahres ab.

Sammert, gemeinhin eher zurückhaltend, nutzte die seltene Gelegenheit im Scheinwerferlicht, passend zum Ballmotto „Leidenschaft verbindet“ ein kurzes Plädoyer auf all die Ehrenamtlichen zu halten, ohne die die Sportler ihre Ziele nicht erreichen würden. Rolf Müller, der Präsident des veranstaltenden Landessportbundes Hessen, hatte schon vorher das Engagement der Vereine hervorgehoben.

Blickte man in den Reden überwiegend zurück, machte das asiatisch geprägte Showprogramm mit kreativem Schattenspiel, Trommlern und Taekwondoka trotz aller politisch bedingten Befürchtungen Lust auf die bevorstehenden Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Dort dabei zu sein, ist das Ziel von Junioren-Bobweltmeisterin Kim Kalicki, die als Newcomer des Jahres in die Ehrungsliste rutschte. Und die als Glücksfee dem Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich den Hauptgewinn der Tombola bescherte. „Bisher habe ich nur mal beim Lotto 7,50€ gewonnen“, erklärte das Stadtoberhaupt. Den nun gesicherten Kleinwagen will Gerich aber nicht behalten, sondern einer sozialen Einrichtung spenden. Als Dienstauto taugt er offenbar nicht.

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