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Tour de France: Perfekter Sieger am Feiertag - Franzose Barguil gewinnt die 13. Etappe

Von Der Franzose Warren Barguil hat die zweite Pyrenäen-Etappe der 104. Tour de France gewonnen. Der 25-Jährige siegte nach 101 Kilometern zwischen Saint-Girons und Foix. Im Kampf um den Gesamtsieg verteidigte der Italiener Fabio Aru das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.
Fingerzeig: Während die Konkurrenten Nairo Quintana (links) und Alberto Contador noch um Platz zwei sprinten, genießt Warren Barguil bereits seinen besonderen Triumph am französischen Nationalfeiertag. Foto: PHILIPPE LOPEZ (AFP) Fingerzeig: Während die Konkurrenten Nairo Quintana (links) und Alberto Contador noch um Platz zwei sprinten, genießt Warren Barguil bereits seinen besonderen Triumph am französischen Nationalfeiertag.
Foix. 

Am französischen Nationalfeiertag hatte die traditionelle Militärparade auf den Champs-Élysées mit dem salutierenden US-Präsidenten Donald Trump als Ehrengast von Staatspräsident Emmanuel Macron natürlich Vorrang vor dem „grand spectacle“ Tour de France. Erst ungewohnt spät, um 14.45 Uhr, setzte sich daher das Peloton in Saint-Girons zur extrem kurzen Kletterpartie aufs Rad. „101 Kilomètre de folie?“ spottete „SUD OUEST“, die Regionalzeitung der Pyrenäen. 101 törichte Kilometer? Es wurden hundert aufregende.

Und es passte perfekt zum 14. Juli: Ein Franzose – und kein x-beliebiger – spurtete jubelnd über die Ziellinie in Foix: Warren Barguil (25) im rotgepunkteten Bergtrikot. Der Bretone im deutschen Team Sunweb gewann die 13. Etappe im Spurt eines Spitzenquartetts vor dem Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar), dem zweimaligen spanischen Tour-Sieger Alberto Contador (Trek-Segafredo) und dessen Landsmann Mikel Landa (Sky), der sich im Klassement mit 1:09 Minuten Rückstand auf Platz fünf vorschob. „Am 14.Juli zu gewinnen, das ist einfach nicht zu toppen“, strahlte Barguil nach dem bedeutendsten Erfolg seiner Karriere.

Morgen: 15. Etappe über 189,5 Kilometer

Am Sonntag führt die Tour de France von Laissac-Sévérac L’Eglise nach Le Puy-en-Velay (Startzeit: 13.10 Uhr):

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Fabio Aru und Christopher Froome rollten mit 1:48 Minuten Rückstand als Neunter und Achter ins Ziel. Das bedeutete: Der italienische Meister im Gelben Trikot behauptete seinen Sechs-Sekunden-Vorsprung vor dem britischen Favoriten. „Für mich hieß ruhig bleiben, nachdem ich ganz allein war. Meine Helfer sind gestürzt und verletzt“, sagte der Astana-Kapitän. Froome fühlt sich in der neuen Rolle des Jägers anstatt des Gejagten wohl: „Es fühlt sich gut an, ohne defensiven Druck zu fahren und den Schuh jetzt am anderen Fuß zu tragen.“ Außerdem habe Aru nicht mehr die Leute, um das Rennen zu kontrollieren. „Wir aber können jetzt auch die Karte Landa spielen. Mikel hat heute gezeigt, dass er durchaus das Zeug hat, den Titel in Paris zu holen“ sagte Froome.

Die nur zweieinhalb Stunden boten viel Spektakel. Drei Pässe der ersten Kategorie galt es bei sonnigem Wetter auf der Kurzstrecke zu erklimmen. Contador, mit einem Rückstand von 7:14 Minuten zum neuen Gelben-Trikot-Träger Aru losgefahren, attackierte schon am ersten Berg, dem Col de Latrape. Mit Landa als einzigem Begleiter, überquerte der Spanier den zweiten Pass, den Col d’Agnes, nach einem zehn Kilometer langem Anstieg, zweieinhalb Minuten vor der Gruppe um das Gelbe Trikot.

Heute: 14. Etappe über 181,5 Kilometer

Heute führt die Tour de France von Blagnac nach Rodez (Startzeit: 13.20 Uhr):

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Die beiden harmonierenden Spanier waren auch auf der Mur de Péguère nach einem extrem steilen Schlussanstieg von 18 Prozent Spitze, hatten aber mit Quintana und Barguil wenige Meter vor der Passhöhe Gesellschaft bekommen. Ein prominentes Sextett mit Aru, Froome und dem Vortagessieger Romain Bardet stampfte 1:43 Minuten später über den Gipfel. Von da an ging es nur noch steil bergab, 27 Kilometer. Aru und Froome lieferten sich ein verwegenes Abfahrtsduell. Doch der Sarde ließ den Briten nicht weg, obwohl Froome zwei Begleiter bei sich hatte, Aru aber auf sich allein gestellt war.

Das wird der Astana-Kapitän auch bleiben. Sein stärkster Helfer, der Däne Jakob Fuglsang, der sich als Sieger der achttägigen „Dauphiné“-Rundfahrt in den Kreis der Favoriten eingereiht hatte, beendete zwei Tage nach einem schweren Sturz (doppelt gebrochener Arm) sein Leiden und stieg aus.

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