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"Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt": Radklassiker in Frankfurt Der große Stimmungstest

Von Am Montag gehen in Degenkolb, Greipel, Kittel und Martin alle deutschen Top-Fahrer beim Radklassiker an den Start. Können sie die sechsjährige Durststrecke in Frankfurt beenden?
Kein Blick für die Frankfurter Skyline: John Degenkolb (vorne links) und Alexander Kristoff auf dem Mammolshainer Berg 2016. Foto: Arne Dedert (dpa) Kein Blick für die Frankfurter Skyline: John Degenkolb (vorne links) und Alexander Kristoff auf dem Mammolshainer Berg 2016.
Frankfurt. 

Sie sind lediglich einen Meter groß und können die Zuschauer schon vor dem Eintreffen der Profis mächtig in Stimmung bringen. Unmittelbar vor dem Zielsprint im Hauptrennen, zur besten „Sendezeit“, werden beim Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ am Montag die jüngsten Teilnehmer auf die Strecke geschickt: Direkt vor der Alten Oper bestreiten zwei- bis fünfjährige Kinder auf Laufrädern ein kurzes Rennen über 200 Meter. „Das wird ein riesengroßer Spaß“, meint der 28 Jahre alte Weltklasse-Profi John Degenkolb. Nur 20 Minuten später, gegen 17.05 Uhr, werden an selber Stelle die ersten Profis heranrauschen. Drei Runden jagen sie auf einem knapp vier Kilometer langen Kurs um die Alte Oper, ehe sie gegen 17.20 Uhr um den Sieg bei der 56. Auflage des Traditionsrennens sprinten werden.

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Als Zaungäste am Streckenrand werden dann auch einige Laufrad-Bambinis stehen. Die Kleinen sind neu im Programm der Veranstaltung, die am 1. Mai abermals mit insgesamt 17 Rennen aufwartet: Von den Sechsjährigen bis zu den U-23-Bundesliga-Fahrern, von den Hobbyradlern und Skatern bis zu den Inklusions-Teams ist alles am Start. Die ersten Rennen beginnen bereits morgens um kurz nach acht Uhr in Eschborn.

Den Höhepunkt des Tages bildet freilich das erstklassig besetzte Profirennen über 218,7 Kilometer. Es wird vom Start weg ab 12 Uhr im HR-Fernsehen übertragen. Auch Eurosport 2 schaltet von 15.15 Uhr an ein, was die gestiegene Wertigkeit des Klassikers verdeutlicht. „Das ist ein sehr positives Zeichen“, sagt der neue Rennchef Claude Rach von der Amaury Sports Organisation (ASO). Der Tour-de-France-Veranstalter hat das 1962 aus der Taufe gehobene Frankfurter Rennen zurück in den Olymp des Radsports geführt, in die World Tour – und auf Anhieb ein Weltklasse-Feld auf die Beine gestellt. Gleich elf World-Tour-Teams mit den deutschen Mannschaften Bora-Hansgrohe und Sunweb werden antreten. Hinzu kommen acht UCI Professional Continental Teams und eine Auswahl des Bundes Deutscher Radfahrer.

Zwei Monate vor dem Start der Tour de France in Düsseldorf am 1. Juli ist der erste Saisonhöhepunkt auf deutschem Boden auch ein Stimmungstest für den Grand Départ im Sommer – und alle deutschen Top-Stars haben sich angekündigt. Der in Oberursel lebende John Degenkolb (Trek-Segafredo), der ehemalige Niederhöchstädter Tony Martin (Katusha-Alpecin), der neunfache Tour-Etappensieger Marcel Kittel (Quick-Step Floors) sowie André Greipel (Lotto-Soudal) wollen für den 13. Heimsieg in Frankfurt sorgen und damit eine sechsjährige Durststrecke beenden.

Neuer Renn-Name

Favoriten sind jedoch Weltmeister Peter Sagan (Slowakei/Team Bora-Hansgrohe) und der zweimalige Sieger Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin). Der Norweger kann als erster Profi überhaupt das Rennen dreimal in Folge gewinnen. Der sprintstarke 29-Jährige hatte 2014 und 2016 triumphiert, 2015 war der Klassiker wegen Terrorgefahr abgesagt worden. Er wäre der erst zweite Fahrer mit drei Siegen in Frankfurt nach Erik Zabel (1999, 2002, 2005). Zabels 23 Jahre alter Sohn Rick wird am Montag ebenfalls am Start stehen – in Kristoffs Team Katusha.

Auf der anspruchsvollen Strecke durch den Taunus sind 2210 Höhenmeter zu bewältigen. Gleich viermal geht es den bis zu 23 Prozent steilen Mammolshainer „Stich“ hinauf. Kurz und knackig ist der Schulberg in Eppstein mit maximal 19 Prozent.

Fotos vom vergangenen Jahr

Bilderstrecke Radklassiker "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt"
Am 1. Mai lässt der Radklassiker "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" Sportler-Herzen wieder höher schlagen. Die Veranstalter des Rennens rechnen mit bis zu 5000 Teilnehmern des Jedermann-Rennens und rund 1000 Profi-Fahrern. Wir zeigen Fotos von dem Traditions-Event in unserer Bildergalerie!Frankfurt Rund um den Finanzplatz Eschborn Frankfurt 2016 an der Alten Oper; TeilnehmerFrankfurt Rund um den Finanzplatz Eschborn Frankfurt 2016 an der Alten Oper; Jedermänner

„Diese Kletterei nimmt kein Sprinter gerne auf sich“, sagte Jens Zemke. Der gebürtige Wiesbadener war einst 25 Mal als Amateur und Profi dabei und ist heute Sportlicher Leiter beim Team Bora-Hansgrohe um Peter Sagan. „In Frankfurt beginnt für mich jetzt die zweite Saisonhälfte“, sagt Greipel, der im Trikot des deutschen Meisters antritt: „Bei dem schweren Kurs erwarte ich einen ziemlich intensiven Renntag, der für mich aber die ideale Vorbereitung für die kommenden Rennen ist.“

Renn-Chef Claude Rach träumt bereits von einer glorreichen Zukunft des Frankfurter Klassikers und sieht nach oben offenbar keine Grenzen: „Wir wollen es auf ein Niveau bringen wie Paris–Roubaix“, kündigt er an. Auch der sperrige Name soll verkürzt werden, auf „Eschborn - Frankfurt“, wie der Luxemburger Rach sagt. Eine gute Wahl.

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