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Radprofi Martin verpasst Sieg in Frankfurt knapp

Fast hätte es mit einem Comeback-Sieg in seiner Heimat geklappt. Nur wenige Sekunden fehlten Tony Martin in Frankfurt zum Erfolg. Mit Blick auf die weitere Saison war der deutsche Radprofi trotzdem sehr zufrieden.
Moreno Moser aus Italien vom Team Liquigas-Cannondale gewinnt das Radrennen «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt» im Ziel an der Alten Oper in Frankfurt. Foto: dpa Moreno Moser aus Italien vom Team Liquigas-Cannondale gewinnt das Radrennen «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt» im Ziel an der Alten Oper in Frankfurt. Foto: dpa
Frankfurt. 

Zeitfahrweltmeister Tony Martin hat seinen ersten Saisonsieg beim Frühjahrsklassiker in Frankfurt am Main denkbar knapp verpasst. Nur drei Wochen nach einem schweren Trainingssturz gab der 27-jährige Radprofi aus Eschborn bei seinem Heimrennen ein furioses Comeback, musste sich am Ende aber doch mit Rang vier zufriedengeben.

Den Sieg bei der 51. Auflage des Traditionsrennens «Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt» sicherte sich nach 4:54:16 Stunden der Italiener Moreno Moser aus der Mannschaft Liquigas-Cannondale vor seinem deutschen Teamkollegen Dominique Nerz. Dritter wurde der Russe Sergeij Firsanow (Rusvelo).

«Ich bin trotzdem sehr zufrieden wie das Rennen gelaufen ist», sagte Martin. «Das gibt mir für den weiteren Saisonverlauf sehr viel Selbstvertrauen.» Erst auf den letzten 200 Metern musste er sich im Schlussspurt einer vierköpfigen Ausreißergruppe geschlagen geben. Als Moreno Moser anzog, konnte die deutsche Olympia-Hoffnung nicht mehr mithalten.

Martin, der trotz einer Kieferfraktur und sichtbaren Gesichtsverletzungen gestartet war, fehlten nach 200 Kilometern auf der kräftezehrenden Taunusschleife im Sprint die Kräfte. «Sprint ist nicht so meine Sache, das hat man heute gesehen. Ich kann meinen linken Arm immer noch nicht voll belasten», sagte der Lokalmatador. «Das Rennen in der Heimat hat aber viele Kräfte freigesetzt. Sonst wäre diese Leistung so kurz nach der Verletzung nicht möglich gewesen», meinte Martin.

Bei traumhaftem Frühlingswetter hatten es die Profis am Tag der Arbeit zunächst ruhig angehen lassen und ein moderates Tempo vorgelegt. Eine fünfköpfige Spitzengruppe um den deutschen Cross-Meister Christoph Pfingsten (National Team Deutschland) hatte das Rennen 100 Kilometer angeführt, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Das Hauptfeld blieb bei einem maximalen Rückstand von zwei Minuten stets in Schlagdistanz und stellte die Ausreißer 70 Kilometer vor dem Ziel.

Hatte die erste Bewährungsprobe an der giftigen Steigung des Mammolshainer Bergs noch keine Vorentscheidung gebracht, verschärfte Martin nach 160 Rennkilometern bei der zweiten von insgesamt drei Überfahrten das Tempo und sprengte das Peloton. In der Anfahrt auf das Frankfurter Stadtgebiet wurde Martin schließlich aber von der Verfolgergruppe mit dem späteren Tagessieger gestellt.

Das Feld um Titelverteidiger John Degenkolb (Argos-Shimano) und Martins sprintstarkem Teamkollegen André Greipel startete seine Aufholjagd indes zu spät und kam nicht mehr heran. Erstmals seit 2008 konnte sich damit kein deutscher Fahrer in die Siegerliste eintragen. Vor Degenkolb hatte 2009 und 2010 Fabian Wegmann in der Bankenmetropole triumphiert. 2008 gewann der Niederländer Karsten Kroon.

(dpa)
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