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Klare Ansage vom Chef: Rudi Völler stärkt seinem angezählten Trainer den Rücken

Nach den zwei Auftaktniederlagen gärt es in Leverkusen. Sportdirektor Völler ist genervt und spricht von „Hysterie“.
Nachdenklich: Leverkusens Trainer Heiko Herrlich Foto: HORSTMUELLER GmbH (imago sportfotodienst) Nachdenklich: Leverkusens Trainer Heiko Herrlich
Leverkusen. 

Sport-Geschäftsführer Rudi Völler kann die mediale Aufregung um Trainer Heiko Herrlich beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen nicht verstehen. „Es gibt auch andere ambitionierte Teams, die nicht gepunktet haben! Diese Hysterie nervt“, sagte der 58 Jahre alte Weltmeister von 1990 im „kicker“-Interview.

Völler nahm die Bayer-Profis in die Pflicht: „Einige Spieler haben mir ein wenig zu viel davon gesprochen, wie gut wir sind und wie weit vorne wir landen können. Mein Tipp: Nicht so viel reden, mehr machen. Auf dem Platz.“ Klar sei, dass „alle eine Schippe drauflegen“ müssen. „Wir müssen jetzt aufwachen“, so der einstige Torjäger. Aber er glaube fest an die Mannschaft und den Trainer.

Rudi Völler ist nach dem negativen Start der Leverkusener von der Hysterie genervt.
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Wenn ein Sportdirektor seinem Trainer öffentlich den Rücken stärken muss, dann ist das in der Fußball-Bundesliga gemeinhin ein Alarmzeichen. So geschehen jetzt bei Bayer Leverkusen. Und nach gerade einmal zwei Spieltagen.

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Der Werksclub hatte die ersten beiden Punktspiel in Gladbach (0:2) und gegen Wolfsburg (1:3) verloren, Coach Herrlich wurde daraufhin von Teilen der Medien angezählt. Bayer gastiert nach der Länderspielpause beim deutschen Meister Bayern München.

Der Coach habe ein paar Entscheidungen getroffen, „die würde er heute vielleicht nicht mehr so treffen. Aber dass er deshalb zur Disposition stehen soll? Nach zwei Spieltagen? Und dann nur der Trainer von Bayer Leverkusen?“, fragte der ehemalige Torjäger und Teamchef der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in dem Interview rhetorisch.

Herrlich sei ein Trainer, „der total mutig spielen lässt. Er ist komplett überzeugt von den offensiven Qualitäten unserer Mannschaft.“

Laut Völler sei es im Augenblick schwer, einen wirklichen Trend in der Bundesliga zu erkennen. „Wir haben nach zwei Spieltagen sieben Mannschaften, die gar keinen oder erst einen Punkt haben. Und ausgerechnet unser Trainer, der es in der vergangenen Saison erstklassig gemacht hat, steht so in der Kritik?“, äußerte der ehemalige Italien-Legionär.

Völler machte eine klare Ansage in Richtung Mannschaft: Herrlich „ist der Trainer, er entscheidet darüber, wer spielt. Und wenn einer nicht bereit ist, die nötigen Wege zu gehen, dann wird er ihn auf die Bank setzen. Egal wen. Ein besseres Druckmittel gibt es doch nicht. Er wird seine Schlüsse aus den beiden Niederlagen ziehen.“

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