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Eintracht Frankfurt: SGE-Gegner-Check: Fohlen an der kurzen Leine

Von Der Gegner-Check mitsamt Vorhersage: Ein spannendes Jahr für Fohlen, ein Manager, der selbst der Star ist - und eine Vertragsunterschrift auf der Ehrenrunde.
Hier soll keiner traurig sein: Borussia-Maskottchen „Jünter“ tröstet den Gladbacher Flügelspieler Patrick Herrmann. Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) Hier soll keiner traurig sein: Borussia-Maskottchen „Jünter“ tröstet den Gladbacher Flügelspieler Patrick Herrmann.

Das ist los beim Gegner: Hü oder Hott? Es ist eine spannende Frage, ob es Trainer Dieter Hecking gelingt, die sogenannten Gladbacher „Fohlen“ in dieser Saison richtig auf Trab zu bringen. Werden am Ende nämlich wieder die europäischen Futterplätze verpasst, müssen möglicherweise mehr von den besten Pferden im Stall verkauft werden als üblich. Ein zweites Jahr in Folge ohne internationale Aufgaben? Das würde die darauf ausgerichtete Gladbacher Herde notgedrungen schrumpfen lassen, und auch im nationalen Gestütsvergleich müsste man sich dann wohl erst einmal wieder in der Mittelklasse einreihen – nach vier, fünf bemerkenswert fetten Jahren, in denen sich die Borussia vom Abstiegskandidaten zum ständigen Auslandsvertreter der ersten deutschen Klasse mauserte. Die übliche Aufholjagd in der Bundesliga kam in der vergangenen Saison aber zu spät, das verlorene Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt schmerzte umso mehr: Dadurch konnte man auch über den Umweg Berlin nicht mehr nach Europa galoppieren.

Makoto Hasebe
Eintracht Frankfurt Knieprobleme: Eintracht Frankfurt in Gladbach ohne ...

In Mönchengladbach soll für Eintracht Frankfurt endlich der erste Saisonsieg her. Doch jetzt fehlt auch noch Abwehrchef Makoto Hasebe. So ergibt der Frankfurter Mammut-Kader wieder Sinn.

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Der Star des Teams: Max Eberl. Weil der Manager anderswo Rohdiamanten findet, die er in der Fohlen-Schmiede zu Stars formen lässt und teuer weiterverkauft – Marco Reus, Granit Xhaka und Co. grüßen schön. „Wir müssen immer wieder Spieler finden, die uns erstens die Perspektiven für sportlichen Erfolg geben – und zweitens für finanziellen Erfolg“, erklärt der Gestütsmeister das Geschäftsmodell in dem traditionellen Zuchtbetrieb. Kein Wunder, dass Eberl selbst zum Objekt der Begierde geworden ist. Bei der Sportdirektoren-Suche des großen FC Bayern wurde sein Name hoch gehandelt, das Interesse der Münchner Rekordmeister an ihrem einstigen Jugendspieler ist verbürgt. Doch der gebürtige Niederbayer blieb lieber am Niederrhein – und lockte mit dem in Frankfurt vom Bornheimer Hang gut bekannten Vincenzo Grifo einen besonders interessanten Neuzugang aus Freiburg dorthin. Reicht das, um es wieder auf die internationalen Galopprennbahnen zu schaffen? Wenn nicht, ließe sich Grifo vermutlich wieder gewinnbringend weiterveräußern.

Bilderstrecke Gladbach vs. Eintracht: Das Duell Mann gegen Mann
Der nächste Gegner der Eintracht ist die Borussia aus Mönchengladbach. Wir haben die beiden Teams Spieler für Spieler unter die Lupe genommen.Yann Sommer: Der Schweizer Nationaltorhüter ist in der Regel ein starker Rückhalt seines Teams. Gegen Augsburg (2:2) trotz zweier Gegentore einer der Besten im Team, hielt mit starken Paraden die „Fohlen“ im Spiel.Lukas Hradecky: Gegen Freiburg kaum geprüft, verhinderte gegen Wolfsburg vor der Pause Schlimmeres. Insgesamt ein Plus für die Eintracht, es steht 1:0.

Die Formkurve: Mit dem Aufgalopp haben es die Fohlen eigentlich nicht so. Üblicherweise kam man selbst in am Ende doch überaus erfolgreichen Jahren nicht so recht aus den Boxen – um dann das Feld von hinten aufzurollen. So gesehen war das 1:0 gegen den rheinischen Rivalen 1. FC Köln geradezu ein Express-Start. Während das 2:2 beim FC Augsburg geradezu beispielhaft das typische Gladbacher Hü und Hott dokumentierte. Nach einem raschen Rückstand ging man selbst in Führung, um dann doch wieder etwas zu sehr den Vorwärtsgang zu vernachlässigen und sich kurz vor Schluss noch den Ausgleich einzufangen. Gegen die Eintracht soll das anders werden – schließlich gibt es da ja noch die offene Pokalrunden-Rechnung.

Jannik Vestergaard gegen Branimir Hrgota. Archivfoto: Klein
Gladbach vs. Eintracht Frankfurts nächster Gegner in fünf Punkten

Die schönen Erinnerungen an den Gegner sind noch frisch, schließlich sicherte sich die Eintracht in Mönchengladbach In der vergangenen Saison das Ticket für das DFB-Pokalfinale in Berlin.

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Darum gewinnt die Eintracht: Richtig in Trab kommen Eberls Fohlen nicht. Die Eintracht hält sie an der kurzen Leine, bremst alle Vorstöße aus. Angesichts ihrer Chancenverwertungsquote von null Prozent versuchen die Gäste auch erst gar nicht, ein eigenes Tor zu schießen. Stattdessen will sich Trainer Niko Kovac mit einer Art Zehnerkette ins Elfmeterschießen retten, das im Zuge der neuen Fernsehverträge spontan vor dem Anpfiff eingeführt wird, damit auch in Spielen mit Frankfurter Beteiligung mindestens ein Treffer auf die Bildschirme zu übertragen ist. Der Eintracht ist das recht, schließlich hat sie im Borussia-Park beste Erfahrungen in dieser Disziplin gemacht. Der Plan geht auf – und wie beim Pokal-Halbfinale Ende April schwingt sich Torwart Lukas Hradecky zum Helden des Tages auf. Erwartungsgemäß hält er alle Gladbacher Schüsse. Und weil auch die eigenen Kollegen in ihrer Torschusskrise vom Punkt patzen, verwandelt er kurzerhand obendrein selbst noch den entscheidenden Elfmeter. Als Hradecky auf seiner verdienten Ehrenrunde zum Autogrammschreiben ansetzt, nutzt Fredi Bobic die Gunst der Stunde: Der Sportvorstand mischt sich unter die Fans und jubelt seinem Schlussmann den längst unterschriftsreifen neuen Vertrag unter. Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach, und fast noch wichtiger: Die Hängepartie des Jahres hat Bobic nebenbei zum Frankfurter Guten beendet. Nur Kollege Eberl findet das nicht zum Wiehern.

 

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