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Universiade: Sarah Köhler: Hoffnung auf ein Happy End

Von Mit zwei nationalen Rekorden sorgte die Frankfurterin zuletzt für Furore. Allerdings auf der Kurzbahn und ungeachtet langwieriger Schulterprobleme.
Von sich selbst überrascht: Sarah Köhler nach ihrem Rekordrennen von Berlin. Foto: Bernd König (imago sportfotodienst) Von sich selbst überrascht: Sarah Köhler nach ihrem Rekordrennen von Berlin.
Frankfurt. 

Es soll ein versöhnlicher Abschluss einer unglücklichen Langbahnsaison werden. Doch eine Prognose fällt Sarah Köhler vor der am Samstag beginnenden Universiade in Taipei schwer. Zu gegensätzlich waren zuletzt die Ereignisse, als dass die Schwimmerin der SG Frankfurt selbst ihr aktuelles Leistungsvermögen realistisch einschätzen könnte.

Einerseits hatte die 23-Jährige in der vergangenen Woche für Furore gesorgt, als sie innerhalb der Weltcup-Serie in Berlin und Eindhoven gleich zwei nationale Kurzbahn-Rekorde verbesserte. Neben dem über 800 Meter Freistil, wo sie die von ihr selbst gesetzte Bestzeit in 8:12,45 Minuten unterbot, auch den 30 Jahre alten über 400 Meter der Berlinerin Astrid Strauß, den die Hessin in 4:01,03 Minuten übernahm. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell bin“, kommentierte die in Heidelberg trainierende und studierende Sportlerin. „Aber die Kurzbahn verzeiht viel.“

Denn eigentlich war die Olympiafinalistin von Rio gar nicht richtig fit gewesen und zudem mit Blick auf die anstehende Reise nach Asien die beiden Rennen aus dem Training heraus geschwommen. Dieses hatte zuletzt arg gelitten. Schulterprobleme machten Köhler acht Wochen lang zu schaffen und sind auf der rechten Seite auch noch nicht ganz verschwunden. Eine optimale Vorbereitung auf ein Großereignis sieht anders aus.

Dennoch hofft die zweifache deutsche Meisterin, mit dem Schub der zwei Rekorde auch auf der Langbahn noch einmal an die eigenen Bestmarken heranschwimmen oder sie sogar unterbieten zu können. Danach steht ein dreiwöchiger Urlaub an, bevor es Mitte Oktober mit der Saison auf der 25-Meter-Bahn weitergeht.

Diese gipfelt im Dezember eigentlich in der Europameisterschaft. Doch ob Köhler dort an den Start wird gehen dürfen, das muss sich noch zeigen. Denn eigentlich, so hat die Aktivensprecherin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) erfahren, sollen nach Kopenhagen nur diejenigen entsandt werde, die sich schon für die Sommer-WM in Budapest empfohlen hatten. Köhler war an dieser Herausforderung gescheitert, hatte bei den nationalen Titelkämpfen sowohl über 400 wie auch über 800 Meter Freistil die Norm verpasst. Auch der Umweg durch das Freiwasser, aus dem heraus die Langstrecklerin kurzfristig noch in den Flieger nach Ungarn hatte einchecken wollen, sollte sich nicht auszahlen.

Lieber EM als DM

Zwei nationale Rekorde könnten die Verantwortlichen zum Umdenken bewegen. „Natürlich will ich lieber bei der Kurzbahn-EM schwimmen als bei der deutschen Meisterschaft“, die kurioserweise am gleichen Wochenende in Berlin ausgetragen wird, sagt Köhler. Aber wenn man ihr diese Chance nicht eröffnen würde, dann werde sie versuchen, so schnell wie möglich wieder nach vorne zu schauen.

Dort wartet 2020 in Tokio eine für sie interessante Änderung im olympischen Programm. In Japan dürfen die Frauen auch über 1500 Meter an den Start gehen. Die Strecke liegt der ausdauernden Athletin eigentlich besser als die 400, doch da ein entsprechender Wettbewerb bei den Spielen bislang fehlte, orientierte sie sich anders.

In Taiwan bleibt alles wie gehabt, springt die Jurastudentin über 400 und 800 Meter Freistil ins Becken. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, sagt sie. Aber im Wettkampf spüre sie die Schmerzen an der Schulter anders als im Training nicht. Sie könnte sich also durchaus selbst wieder überraschen.

Studenten aus aller Welt treffen sich zu ihren Spielen

126 Athletinnen und Athleten entsendet der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) zu der am kommenden Samstag beginnenden Sommer-Universiade in Taipei/Taiwan.

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