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Kinderschutz: Sexuelle Belästigung: Wie Jugendspieler am besten geschützt werden

Das Thema ist sensibel und betrifft alle, die mit Jugendfußballern zu tun haben: Wie umgehen mit dem Informationsfluss im Internet?
Zum Schutz der Nachwuchskicker: Keine Gesichter, keine Namen. Bilder > Foto: (28028982) Zum Schutz der Nachwuchskicker: Keine Gesichter, keine Namen.
Frankfurt. 

Die Meinungen sind vielschichtig, in einem Punkt gibt es jedoch klare Übereinstimmung: Kinder und Jugendliche bedürfen eines besonderen Schutzes. Der aktuelle Fall, in dem junge Fußballer aus Frankfurt über das Internet und ein falsches Profil belästigt wurden, unterstreicht das leider noch einmal nachhaltig. Das sehen auch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, Trainer und Funktionsträger in den hiesigen Fußball-Vereinen nicht anders. Der Alltag gestaltet sich allerdings oft schwierig in Zeiten des schnellen Wandels. Die Kommunikation innerhalb einer Mannschaft samt Trainerteam mittels einer WhatsApp-Gruppe war vor zehn Jahren nicht denkbar – da gab es das schlichtweg nicht.

Die zuständigen Verbände sind nicht einfach nur für den Spielbetrieb zuständig, schon lange bildet die Qualifizierung einen Schwerpunkt der Arbeit des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) als Dienstleister. Der HFV bietet Seminare, Weiterbildungen und Schulungen an. Auch im Bereich der Prävention. „Wir werden noch eine zusätzliche Handlungsempfehlung zum Thema Kindeswohl erstellen und den Vereinen zuleiten“, sagt HFV-Geschäftsführer Gerhard Hilgers. Im Rahmen der turnusmäßigen Sitzung der HFV-Führung sei am Wochenende darüber gesprochen worden. „Wir gehen mit dem Thema schon seit Jahren sehr sensibel um“, unterstreicht Hilgers und verweist auf die Kurzschulungen, die seit vier Jahren in den 32 Kreisen dezentral durchgeführt worden seien und mehr als 1600 Vereinsmitarbeiter erreicht hätten.

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„Die Zeiten sind vorbei, in denen man unbefangen ...

Fotos oder Daten von Jugendfußballern im Netz – auf der Homepage oder in Facebook und anderen sozialen Medien? Wie gehen die Vereine mit den Richtlinien des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV)

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Am Ende sind aber doch die Jugendtrainer und -betreuer und natürlich auch die Eltern gefordert – und manches Mal überfordert. Im Zuge des oben genannten Vorfalls bekamen alle hessischen Vereine noch einmal den DFB-Handlungsleitfaden „Kinderschutz im Verein“ per Mail, mit dem ein Kinderschutzkonzept im Verein umgesetzt werden kann. Viele Vereine haben sich diesbezüglich ohnehin schon längst sensibilisiert (siehe nebenstehenden Text).

„Die Vereine sind informiert und werden das Nötigste tun“, glaubt Arthur Brand, Jugendwart des Fußballkreises Main-Taunus. Hilfestellung und Unterstützung von Verbandsseite ist aber weiterhin dringend notwendig.

 

(wag)

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