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Basketball: Skyliners gelingt in Bonn ein irres Comeback

Von Mit 17 Punkten lagen Frankfurts Basketballer gestern in Bonn zurück – und feierten noch einen 79:75-Erfolg.
Frankfurts Shawn Huff (r.) und Bonns Yorman Bartolo. Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de (imago sportfotodienst) Frankfurts Shawn Huff (r.) und Bonns Yorman Bartolo.
Bonn. 

Sie waren völlig verunsichert. Nichts wollte gelingen. Minutenlang gaben die Basketballer der Fraport Skyliners gestern bei den Telekom Baskets Bonn ein desolates Bild ab. Sie wurden in der ersten Halbzeit von den Gegenspielern vorgeführt. Doch am Ende dieser kuriosen Partie kletterten die Frankfurter vor lauter Freude hoch zu ihrer kleinen mitgereisten Fan-Gruppe ins weite Rund und feierten einen großen Triumph der Moral. Mit 79:75 (27:40) gelang ihnen im Kampf um den Play-off-Einzug ein wichtiger Erfolg: Sie verteidigten nicht nur Rang acht, sondern verbesserten sich wenige Stunden später am Abend sogar auf Platz sieben, weil dann überraschend Meister Brose Bamberg bei der BG Göttingen (98:105) verlor.

Einziger Wehrmutstropfen für Frankfurt: Der direkte Vergleich mit Bonn ging um einen winzigen Punkt verloren, weil das Hinspiel zu Hause 76:81 ausgegangen war. Heißt: Sollten beide Teams am Ende der Hauptrunde punktgleich sein, stünde Bonn vor Frankfurt.

„Das war ein extrem wichtiger Sieg. Wir haben es mit Kampf und viel Herz noch gelöst“, sagte Jonas Wohlfarth-Bottermann. Der Skyliners-Center stand selbst beispielhaft für den Wandel, den seine Mannschaft gestern durchlebte. Nach gutem Start zum 11:10 kamen die Hessen urplötzlich völlig aus dem Tritt. Als Tai Webster von Bonns Spielmacher Josh Mayo beim Ballvortrag düpiert wurde und sich das Spielgerät aus den Händen stibitzen ließ, brach das Gäste-Team in sich zusammen. Nicht nur Webster gelang nichts mehr, auch Wohlfarth-Bottermann wirkte völlig verunsichert. Die Frankfurter blieben sechs Minuten ohne Korberfolg und kassierten einen 0:18-Lauf zum 11:28. Die Partie vor 5810 Zuschauern schien schon jetzt entschieden, weil Frankfurt auch von der Körpersprache keinen Willen ausstrahlte. „In der Halbzeit gab es dann die klassische ordentliche Ansage. Jeder war frustriert“, berichtete Wohlfarth-Bottermann. Und Trainer Gordon Herbert fand die richtigen Worte. Innerhalb von sechs Minuten eroberte sein Team die Führung zum 44:43 zurück. Einerseits, weil Topscorer Phil Scrubb (23 Punkte) wieder einmal nicht zu stoppen war. Aber auch, weil andere Spieler wie Shawan Huff (11) und Wohlfarth-Bottermann (15) nun erfolgreich mitzogen. Das dritte Viertel gewannen die Frankfurter 29:14, da auch Center Marco Völler (2) unter den Körben Stabilität und Ruhe ausstrahlte. Beim 64:55 schienen die Hessen durch einen Dreier von Jordan Sibert (7) schon fast enteilt. Doch Bonn kam durch Anthony DiLeo (15) noch einmal auf 73:76 heran. Passenderweise war es dann neben Kapitän Quantez Robertson (8) schließlich Webster (11), der von der Freiwurflinie den Sieg klar machte.

Schon im Heimspiel am Donnerstag (19 Uhr) gegen den Hessen-Rivalen Gießen 46ers können die Skyliners nachlegen – dann wohl wieder mit Isaac Bonga (Rippenanbruch), der sein Comeback gestern noch verschieben musste.

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