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Basketball: Skyliners im Abwärtstrend

Von Frankfurts Basketballer sind derzeit kaum wieder zu erkennen. Nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge scheint ein erneuter Spielmacher-Wechsel möglich.
Noch nicht der erhoffte Führungsspieler: Kwame Vaughn. Foto: Marc Schüler (Marc Schüler / sportpics.de) Noch nicht der erhoffte Führungsspieler: Kwame Vaughn.
Frankfurt. 

Drei Jahre lang ging es für die Basketballer der Skyliners sportlich bergauf. Talente wie Johannes Voigtmann und Danilo Barthel entwickelten sich zu Nationalspielern, zuletzt feierte die Mannschaft in Bundesliga (Halbfinale), Pokal (Halbfinale) und Europe Cup (Titelgewinn) beachtliche Erfolge. Im Sommer folgte dann ein harter Schnitt, mehrere Leistungträger konnten aus finanziellen Gründen nicht gehalten werden. Dennoch blieben die Verantwortlichen guter Dinge, weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Club-Chef Gunnar Wöbke gab vor der Saison die Play-offs in der Bundesliga als Ziel aus.

Nach den ersten acht Spielen ist Ernüchterung eingekehrt. Mit lediglich drei Siegen und bereits fünf Niederlagen liegen die Frankfurter nur auf dem 13. Tabellenplatz – und das, obwohl das Niveau in der Bundesliga mit Ausnahme der Top-Clubs Bamberg, München und Ulm insgesamt etwas gesunken zu sein scheint. Immerhin: In Abstiegsgefahr dürften die Skyliners wohl nicht geraten. Der abgeschlagene Tabellenletzte Hagen scheint nach seinem Vier-Punkte-Abzug wegen eines Insolvenzantrags kaum vor dem Gang in die 2. Liga zu retten. Als zweiter Absteiger kommen die bisher schwachen Teams aus Braunschweig und Jena in Frage.

Aber wer weiß. Frankfurt befindet sich in einem gefährlichen Abwärtstrend. Es gibt keine Hierarchie im Team, keine Struktur im Spiel. Und der seit Saisonbeginn vermisste Chef-Trainer Gordon Herbert wird nach seiner Rückenoperation frühestens im Dezember/Januar zurückkehren. Wenn überhaupt.

Die Mannschaft, das kristallisiert sich immer deutlicher heraus, besitzt zudem nicht annähernd die Qualität des vorigen Teams. Einerseits war dies erwartet worden, weil mit Niklas Kiel (19), Stefan Ilzhöfer (21), Mahir Agva (20) und Max Merz (22) gleich vier jungen deutschen Spielern Verantwortung übertragen wurde. Andererseits haben Wöbke, Herbert und Interims-Chef-Trainer Klaus Perwas bei der Kader-Planung erstmals seit Jahren kein glückliches Händchen bewiesen. Das betrifft vor allem die Position des Spielmachers, zuletzt das Prunkstück der Frankfurter. Weit vor der Saison war klar, dass die unerfahrene Mannschaft einen besonders starken Point Guard braucht – einen erfahrenen Go-to-guy, der seine Kollegen stärker macht und sie durch sein Auftreten anführt. Doch zunächst lag der Club mit der Verpflichtung von Markel Starks daneben, und nun erweist sich auch dessen Nachfolger Kwame Vaughn als offensichtlicher Fehlgriff. Das Dilemma: Der 26-Jährige hat einen Vertrag bis Saisonende erhalten. Zwar denkt der Club dem Vernehmen nach bereits über Möglichkeiten nach, aus dem Kontrakt vorzeitig auszusteigen und einen dritten Spielmacher zu verpflichten. Doch einer Trennung müsste Vaughn zustimmen. Auch Neuzugang Ekenechukwu Ibekwe konnte bisher nicht überzeugen, und Mike Morrison scheint mit seiner neuen Rolle des Starting-Centers überfordert.

Morgen in Slowenien

Zu allem Überfluss konnten die deprimiert wirkenden Spieler unter der Woche im Europapokal bisher kein Selbstvertrauen sammeln. Im Gegensatz zur vorigen Saison im Europe Cup besitzen die aktuellen Gegner in der Champions League eine höhere Qualität. Auch an diesem Mittwoch (18 Uhr) bei Helios Domzale sind die Frankfurter nur Außenseiter. Die Slowenen haben zwar wie die Skyliners ihre ersten beiden Spiele verloren, mussten sich zuletzt beim AS Monaco aber nur mit 55:59 geschlagen geben.

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