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Speerwerfer Vetter im Finale: „Am Samstag Vollgas”

Zwei Jahre nach der WM in Peking steht Speerwurf-Rekordmann Johannes Vetter wieder im Finale einer Weltmeisterschaft. Gleich im ersten Versuch der Qualifikation haute er richtig einen raus: 91,20 Meter. Das dürfte am Samstag für eine Medaille reichen.
Johannes Vetter warf den Speer über 91 Meter weit. Foto: Rainer Jensen Johannes Vetter warf den Speer über 91 Meter weit.
London. 

Pflicht erfüllt, Kraft gespart, Finale gebucht: Der deutsche Speerwurf-Rekordmann Johannes Vetter will am Samstag zuschlagen und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London seine erste WM-Medaille holen.

Der 24 Jahre alte deutsche Meister überzeugte in London bereits in der Qualifikation: Mit 91,20 Metern warf er gleich im ersten Versuch so weit, wie noch nie ein Speerwerfer in einer Qualifikation. Er schockte damit die Konkurrenz - das dürfte im Finale am Samstag (21.15 Uhr MESZ) locker zu einer Medaille reichen.

„91 Meter sind ziemlich geil! Die Form stimmt, und ich bin verletzungsfrei”, sagte das Kraftpaket von der LG Offenburg nach der Pflicht. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so weit geht. Aber ich kann nicht 80 Prozent werfen. Nun muss ich am Samstag Vollgas geben. Ich bin gut drauf und möchte mir im Finale am besten eine Medaille abholen. Mit 88 Metern und Bronze wäre ich auch zufrieden - aber eigentlich darf es schon etwas mehr sein”, meinte Vetter in den Katakomben des Olympiastadions.

Bundestrainer Boris Obergföll war mit seinem Schützling mehr als zufrieden. „Qualifikation überstanden. Perfekt gelöst. Vielleicht ein bisschen zu weit, aber egal”, scherzte der frühere Weltklasse-Speerwerfer. „Am Samstag zählen die 91,20 Meter gar nichts mehr”, fügte der Coach hinzu.

Vetter führt mit seinem deutschen Rekord von 94,44 Metern, den er am 11. Juli in Luzern aufstellte, auch die Saisonliste der weltbesten Speerwerfer an - vor Olympiasieger Thomas Röhler und Andreas Hofmann, die am späten Abend noch nachziehen wollten. Das Duo war aber erst in der Gruppe B (21.35 Uhr) dran. Gefordert waren in der Qualifikation 83 Meter.

Ein Triple im Speerwerfen - Gold, Silber und Bronze für eine Nation - gab es in der WM-Geschichte seit 1983 noch nie. „Wir drei sind alle verrückt genug, um davon zu träumen”, hatte Röhler schon vor dem WM-Abenteuer an der Themse gesagt. „Andererseits sind wir Realisten genug, um das Stadion nicht in Tränen zu verlassen, wenn wir es nicht packen”.

Auch vor zwei Jahren in Peking standen die drei Modellathleten im WM-Finale, verpassten aber das Podium: Röhler wurde Vierter, Hofmann Sechster, Vetter Siebter. Das Double schafften 1991 in Tokio zwei Finnen: Kimmo Kinnunen und Seppo Räthy holten Gold und Silber.

(Von Ralf Jarkowski, dpa)
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