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Über Schweden nach Frankfurt: Sportart "Swimrun" stellt sich erstmals in Deutschland vor

Von Laufen im Neoprenanzug, Schwimmen mit Schuhen: Die sogenannten „Schläufer“ treten im Frankfurter Brentanobad zum ersten Swimrun an. Damit feiert diese Sportart am 22. April ihre Deutschland-Premiere.
Beim Start haben die Teilnehmer auch schon die Badekappe und die Schwimmbrille an. Foto: Christian Siedler Beim Start haben die Teilnehmer auch schon die Badekappe und die Schwimmbrille an.
Frankfurt. 

Es ist nicht leicht, heutzutage eine neue Sportart zu kreieren oder gar einen Trend zu setzen. In dieser schnelllebigen Welt gibt es längst (fast) alles, was das Herz begehrt. Von Unterwasser-Hockey über Schachboxen bis zu Crossgolf in „freier Wildbahn“. Ja, das gibt es wirklich alles. Und sogar Wettkämpfe. Im Schachboxen werden die Athleten wie beim herkömmlichen Boxen in Gewichtsklassen unterteilt.

So gesehen wirkt die neue Disziplin „Swimrun“, die nun nach Deutschland schwappt, fast schon ein wenig trivial. Ein Trugschluss. Auch sie bietet einen hohen Spaßfaktor – denn sie lehnt sich am weiter sehr beliebten Triathlon an.

Keine Wechselzonen

Wie der Name schon sagt: Es geht ums Schwimmen und Laufen. Der Unterschied zur etablierteren Disziplin „Swim & Run“: Die Athleten ziehen sich zwischen den Disziplinen nicht um, es gibt keine Wechselzonen. Beim Swimrun geht es ohne Pause vom Schwimmen zum Laufen. Heißt im Umkehrschluss: Wer im Wasser einen Neoprenanzug trägt, behält ihn auch an Land an. Und die Laufschuhe werden auch im Wasser getragen.

Nicht nur mit Neoprenanzug ins Wasser, sondern auch mit Schuhen und Pullbuoy (rechts am Bein hängend, Bildmitte). Bild-Zoom Foto: Christian Siedler
Nicht nur mit Neoprenanzug ins Wasser, sondern auch mit Schuhen und Pullbuoy (rechts am Bein hängend, Bildmitte).

Swimrun sei mehr als nur Triathlon ohne Radfahren, heißt es. Denn geschwommen und gelaufen wird schließlich mehrere Male. Mitunter sogar sehr oft. Das hängt von der Gesamt-Wettkampfdistanz ab. Es ist ein ständiger Wechsel. Rein ins Wasser, rauf an Land, rein ins Wasser . . . Die einzelnen Distanzen sind entsprechend kurz.

Vor allem in Schweden ist Swimrun seit Jahren beliebt (siehe Extra-Artikel auf dieser Seite). Nun feiert die Sportart am 22. April ihre Deutschland-Premiere: Frankfurt ist der Auftakt der Serie „SwimRun Urban Challenge“. Sieben weitere Stationen folgen im Laufe des Jahres, von Berlin bis Ingolstadt.

Schauplatz in Frankfurt ist das 220 Meter lange und 50 Meter breite Brentanobad, das eigens für den Wettbewerb bereits am 22. April um neun Uhr seine Tore für die Öffentlichkeit öffnet – neun Tage vor dem üblichen Eröffnungstag der Freibäder am 1. Mai. Der Eintritt für Zuschauer ist kostenlos. Wer mag, kann auch selbst privat schwimmen: Das große Becken ist nicht komplett für den Wettkampf abgesperrt.

Auch sogenannte Paddles an den Händen sind beim Schwimmen als Hilfsmittel erlaubt. Bild-Zoom Foto: Christian Siedler
Auch sogenannte Paddles an den Händen sind beim Schwimmen als Hilfsmittel erlaubt.

„Das Schwimmbecken wird erst ein, zwei Wochen vorher mit Wasser befüllt und nicht beheizt. Es dürfte also recht kühl sein. Viele Teilnehmer werden wohl im Schwimmanzug, Neopren oder Shorty starten“, glaubt Ausrichter Henning Müller. Beim Schwimmen sind auch Hilfen erlaubt, die für Auftrieb oder besseres Vorankommen sorgen, etwa sogenannte Paddles für die Hände oder das Pullbuoy, ein aus dem Schwimmunterricht bekanntes, achtförmiges Schaumstoffteil, das man beim Laufen am Körper festbindet. Im Wasser klemmen es sich die Athleten zwischen die Beine. Das sorgt für Entspannung.

Auch eine Werbe-Bühne

Den Premieren-Wettkampf wollen auch andere Frankfurter Sportveranstalter wie Ironman und City Triathlon dazu nutzen, um sich zu präsentieren. Von morgens an sind sie auf dem Gelände ebenso vertreten wie diverse Sportartikelhersteller. Zudem soll es in dieser Open-air-Mall Lauf- und Schwimmtechnikseminare geben.

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